Umfragen Unvermeidlich verzerrt
40 Prozent aller Rechner sind mit Botnetzen infiziert, meldete im März 2015 der Verband der Internetwirtschaft eco . Der Scan wurde jedoch nicht etwa bei zufällig ausgewählten Rechnern durchgeführt, sondern an Computern Freiwilliger. Es ist durchaus plausibel, dass vermehrt solche Nutzer diesen Scan durchführen lassen, die den Verdacht hegen, dass ihre Rechner eventuell infiziert sind.
Schweine in Mastbetrieb (Archivbild): Im Juli 2013 berichte die Tierärztliche Hochschule Hannover, dass erschreckend große Antibiotikamengen in der Nutztierhaltung zum Einsatz kommen. "Verbrauchsmengen erstmals repräsentativ erfasst", hieß es in einer Mitteilung . Doch auch bei dieser Umfrage war die Teilnahme freiwillig. Gerade Landwirte mit einem wenig verantwortungsvollen Antibiotikaeinsatz könnten die Teilnahme an der Studie verweigert haben. Die ausgewiesenen Einsatzmengen dürften in Wirklichkeit also Untergrenzen darstellen.
Zur Apotheke ins Netz? Jeder zweite Internetnutzer hat schon Medikamente online bestellt - das berichtete der Branchenverband Bitkom im Oktober 2015 . Die Aussage stimmt, denn befragt wurden 1.135 Internetnutzer ab 14 Jahren, darunter 1.111 Online-Shopper. Wer jedoch behauptet, jeder zweite Deutsche kaufe bei Online-Apotheken, liegt sicher falsch. Denn nicht alle Deutschen nutzen das Internet oder shoppen online.
Call Center: Repräsentativität ist nur sehr schwer zu erreichen. Das betrifft nicht nur Online-Umfragen, sondern auch solche am Telefon. Auch diese können verzerrt sein, wenn ein Teil der Angerufenen die Teilnahme verweigert und einfach auflegt.