Angriff der Killertomaten Gemüse ist doch nicht gesund
Wilde Killertomaten: Die Filme aus der "Killertomaten"-Reihe sind echte Klassiker des Trash-Film-Genres. Vielleicht war der Regisseur John de Bello als früher Kritiker der Genmanipulation auch einfach nur seiner Zeit voraus.
Das Machwerk des US-Regisseurs John de Bello von 1978 "Angriff der Killertomaten" gilt als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten. Er hat - vor allem deswegen - absoluten Kultstatus.
"Angriff der Killertomaten": Szene aus dem 1978 erschienenen C-Movie "Der Angriff der Killertomaten" von John de Bello. Das Prädikat als "schlechtester Film aller Zeiten" ließ de Bellos Machwerk in kürzester Zeit zum Kultfilm avancieren.
Gefährliche Tomaten: In "Angriff der Killertomaten" von 1978 mutieren normale Tomaten zu riesigen intelligenten Killertomaten, die Menschen attackieren und auffressen. Unbeirrbare Fans des C-Movies deuten die Story als eine Hinweis auf das in den Siebzigern aufkommende Umweltbewusstsein sein, andere als eine Anspielung auf die Paranoia vieler Amerikaner während des Kalten Krieges vor der "roten Gefahr".
Soundgarden: Die Mitglieder der Rockband Soundgarden (v.l.) - Kim Thayil, Matt Cameron, Chris Cornell und Ben Shepherd - 1990 in Portland, Oregon. Kaum zu glauben, dass Matt Cameron (o. l.) 1978 zum Soundtrack des Films "Angriff der Killertomaten" beitrug. Der damals 15-Jährige sang die Schnulze "Puberty Love".
"Plan 9 from Outer Space": Er gilt offiziell als "schlechtester Film aller Zeiten". Hollywood-Regisseur Ed Wood ist 1959 ein unumstrittenes Meisterwerk des Trash gelungen. Kaum zu glauben, dass es sich dabei nicht um eine Parodie handelt.
"Plan 9 From Outer Space": Keine Proben, billige Special Effects, wackelnde Kulissen und ein Maskenbildner, der nicht im Abspann genannt werden wollte - der Regisseur hatte seine Vorschläge für die Außerirdischen konsequent ignoriert - sind nur einige der Gründe, warum "Plan 9 from Outer Space" (1958) einer der Klassiker des Trash-Films ist. Regisseur Ed Wood sicherte sich mit dem Streifen übrigens endgültig den Titel "miesester Regisseur aller Zeiten".
Karen Mistal sieht rot: Wie auch schon der erste Killertomaten-Film strotzte auch der zweite Teil, "Die Rückkehr der Killertomaten" von 1988, nur so von hanebüchenen Ideen. Die von Karen Mistal gespielte Tara beispielsweise verwandelt sich immer bei einer bestimmten Musik in den Feind - eine Tomate.
Riesenmesser gegen Killertomaten: In "Die Rückkehr der Killertomaten" trifft der geneigte Zuschauer wieder auf Wilbur Fineletter, den Militaristen aus dem ersten Teil, der inzwischen mit seinem Neffen Chad (Anthony Starke, im Bild) ein Restaurant eröffnet hat. Die Spezialistät des Hauses ist - wie sollte es anders sein - tomatenlose Pizza. Kann das gut gehen?
Kultfilm mit Killertomaten: Kein FC-Movie ohne verrückten Professor mit finsteren Plänen. In "Die Rückkehr der Killertomaten" wir eben dieser Professor Mortimer Gangreen von John Astin verkörpert, und sein Plan hat etwas mit der bemitleidenswerten Tara (im Hintergrund, als Poster) zu tun: die errötet bei bestimmter Musik nicht nur, sondern wird gleich ganz zur Tomate.
"From Dusk Till Dawn": George Clooney mit Quentin Tarantino (l.) in "From Dusk Till Dawn" von 1995. Der heutige Weltstar und Frauenschwarm hat allerdings eine Leiche im Keller - 1988 spielte er eine Rolle in dem Trashfilm "Die Rückkehr der Killertomaten".
Geisterbahn der Killertomaten: Wer schon immer einmal selbst von den Killertomaten gefressen werden wollte, kann sich diesen Traum in der Geisterbahn des Schweizer Künstlers M. S. Bastian erfüllen. Wie diese Besucher der Ausstellung "Mutanten" im Düsseldorfer NRW-Forum - dort gastierte das Gruselkabinett im Oktober 1999.
"Die Killertomaten schlagen zurück": Killertomaten ohne Ende - da Teil eins und zwei offenbar so gut gelaufen waren, ließ auch Teil drei nicht lange auf sich warten. 1990 brachte John de Bello "Killer Tomatoes strike back" in die Kinos. Nachdem der zweite Teil im Original "Return of the Killer Tomatoes" hieß, war der Name für den dritten Teil vorprogrammiert - Ähnlichkeiten mit der "Star Wars"-Reihe sind reiner Zufall.
Killertomate mit Hut: Das Tomaten nicht nur böse und gemein sein, sondern auch schlechte Angewohnheiten haben können, beweist eindrucksvoll dieses Exemplar in "Die Killertomaten schlagen zurück" von 1990. Und da behaupte noch einer, Gemüse sei gesund.
"Die Killertomaten schlagen zurück": An diesen Wänden klebt kein Blut, sondern Tomatensauce - Kollateralschäden im Kampf gegen Killertomaten in "Die Killertomaten schlagen zurück".
Trash mit Tomaten: Auch in "Die Killertomaten schlagen zurück" tritt John Astin wieder als verrückter Professor Mortimer Gangreen auf. Was für finstere Pläne schmiedet er wohl diesmal?
"Killer Tomatoes Eat France": Der Regisseur John de Bello konnte es nicht lassen. 1991 schlug er mit dem vierten und bislang letzten Teil seiner Killertomaten, "Killer Tomatoes Eat France" zu.
"In der Gewalt der Riesenameisen": In den siebziger Jahren wurde die Rache der ausgebeuteten Natur am Menschen zum großen Thema - auch in C-Movies. Zum Beispiel "In der Gewalt der Riesenameisen" von 1976 mit - kaum zu glauben - Joan Collins.
"Piranhas": Ein weiterer illustrer Vorläufer der Filme um die Killertomaten war der Horrorfilm "Piranhas" (USA 1978), in dem nicht nur der hier abgebildete Kevin McCarthy von den mutierten, menschenfressenden Raubfischen angegriffen wurde.