Anna Chapmann Liebe Grüße aus Moskau
Anna Chapman, 28, geschieden, Russin gibt dem Spionageskandal zwischen den USA und Russland ein Gesicht...
..."Heißblütige Augen, schmollende Lippen, lüsterne Blicke", dichtet schwülstig die ehrwürdige "Washington Post", immerhin die älteste Zeitung der Hauptstadt.
"Mata Hari" hat die US-Presse die mutmaßliche Spionin getauft - oder "Bombshell", Sexbombe. "Femme fatale", titelt die "New York Post" und druckt passend dazu Aufnahmen der Russin im roten Cocktailkleid.
"Anna ist ein ganz gewöhnliches Mädchen, klug, sympathisch, anregend im Gespräch", sagt Ilja Ponomarjow, Abgeordneter der Staatsduma, Russlands Parlament.
Chapman lebte zwei Jahren in den USA. Sie hat eine schwindelerregende Karriere hinter sich: bei Banken, Investmentfirmen Hedgefonds, in Moskau, London, New York.
Die mutmaßliche Agentin, geboren als Anja Kuschtschenko im ukrainischen Charkow, ist jetzt alles, aber nicht mehr geheim. Ihr Bild ziert die Titelseiten.
Chapman gehört ein kleines Maklerunternehmen, die Web-Seite ist russisch. Das Geld für ihr Business komme aus Moskau, verkündete sie auf Facebook ihren Freunden, die meisten davon sind Russen.
Wie 13 andere mutmaßliche Spione wurde Chapman in einem Spionage-Deal zwischen den USA und Russland ausgetauscht.