Anna Wintour "Stalin auf Stilettos"
Seit 1988 steht Anna Wintour, Jahrgang 1949, der US-Modebibel "Vogue" als Chefredaktuerin vor. Seit Wochen halten sich Gerüchte, dass ihre Tage bei dem Blatt gezählt seien - die Auflagen- und Anzeigensituation ist dramatisch.
Die Sphinx mit dem Bubikopf und der übergroßen Jackie-O.-Sonnenbrille ist bei ihrem Aufstieg über viele Leichen gegangen und eine der am meisten angefeindeten Figuren in der schrillen, inzestuösen Medienszene New Yorks.
Wintours Alter Ego: Im Film "Der Teufel trägt Prada" verkörperte Meryl Streep die biestige, unbarmherzige Chefredakteurin so kongenial, dass sie eine Oscar-Nominierung einheimste.
Wintour mit Pop-Sängerin und Stil-Ikone Gwen Stefani 2006 während der Frühlingsschauen in New York. Die "Vogue"-Chefin unterstützt junge Modemacher; John Galliano und Marc Jacobs verdanken ihr ihre Karriere.
Supermodel Naomi Campbell mit Anna Wintour: Keine hat in den vergangenen 20 Jahren so diktatorisch die Modeszene beherrscht wie die "Vogue"-Chefredaktuerin.
Dünne Frauen liebt sie: Wintour bei der "Duchess"-Premiere mit Hauptdarstellerin Keira Knightley. Selbst Talk-Königin Oprah Winfrey durfte angeblich erst auf den Titel, nachdem sie 20 Pfund abgespeckt hatte.
Stolze Mama: Wintour mit ihrer Tochter Bee Scheffer bei dem wichtigsten Society-Event des New Yorker Jahres, der Costume Institute Gala im Metropolitan Museum of Art.
Das Chanel-"Schneckenkleid" der sonst so stilsicheren Wintour ernete damals unverschleierte Häme.
Wo die Schönen und Reichen sich amüsieren, ist sie nicht weit: Wintour bei der Modenschau von Oscar de la Renta 2008 in New York, neben ihr Tennis-Champion Roger Federer.
Tierschützer hassen Wintour wegen ihrer Pelze: Ingrid Newkirk, die Präsidentin der Tierschutzgruppe Peta, warf Wintour einmal im Restaurant "Four Seasons" einen toten Waschbär auf den Teller. Wintour legte wortlos eine Serviette drüber und bestellte einen Kaffee.