Anschlag auf Kirche in Peschawar "Überall menschliche Überreste"
Ein Mann beweint vor einer Kirche im pakistanischen Peschawar den Tode seines Bruders.
Zwei Selbstmordattentäter hatten sich vor dem Gotteshaus in die Luft gesprengt und dabei mindestens 60 Menschen getötet und Dutzende verletzt.
Erboste Anwohner protestierten gegen die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen für die Kirche und setzten Autoreifen in Brand.
Der Anschlag ereignete sich vor einer der ältesten Kirchen der Stadt, in einer belebten Zone mit vielen Märkten und Einkaufszentren.
Die Explosionen erfolgten genau zu dem Zeitpunkt, als Besucher des Sonntagsgottesdienstes die Kirche verließen. Insgesamt hätten sich 600 Gläubige in der Kirche befunden, sagte ein Polizeisprecher.
"Ich hörte zwei Explosionen. Die Leute fingen an zu rennen. Überall waren menschliche Überreste vor der Kirche", berichtete eine weinende Augenzeugin, die verzweifelt ihre Schwester suchte.
Pakistan ist eines der gefährlichsten Länder der Welt für religiöse Minderheiten, die immer wieder Opfer von Gewalttaten werden.
Eine Mutter weint um ihren Sohn, der bei dem Anschlag ums Leben kam.
Dutzende Menschen wurden verletzt.