Anschwellender Lavasee Vulkanalarm im Kongo
Auf dem Gipfel des Vulkans Nyiragongo im Kongo (Nachtaufnahme): Ein Lavasee schwappt im Krater des Vulkans. Sein Pegel steigt.
Wogender See: Der Pegel im Vulkankessel ist der beste Gradmesser für die Bedrohungslage am Nyiragongo. Je höher er steigt, desto größer ist der Magmadruck. Noch wenige Meter, und der See flutet die nächste Ebene des Kraters.
Was für ein Panorama: Der weite Horizont Zentralafrikas spannt sich hinter dem Krater des Nyiragongo. Noch ist der See 450 Meter vom Kraterrand entfernt. Doch nicht erst sein Überschwappen bedeutete die Katastrophe: Der See bildet nur die Spitze eines riesigen Magmareservoirs, das tief in die Erde reicht. Wie im Januar 2002 könnten Erdbeben den einen Kilometer breiten Lavakessel bersten lassen und das Magma freisetzen.
Gespenstische Geräusche:"Ein hypnotisierendes Gluckern ähnlich einer entfernten Meeresbrandung dringt aus dem Vulkankessel". Der Pegel des Sees kann rasant ansteigen - ein Ausbruch des Nyiragongo ist jederzeit möglich.
Nahansicht: Im Vulkankessel wogt die Lava, fauchend legt sich ihre silbrig-schwarze Kruste in Falten. Aus Rissen lodert zischend die Glut hervor.
Dampfender Vulkankessel: Die Fotos der Teilnehmer der privaten Exkursion um den Vulkanologen Tom Pfeiffer vom Kratersee des Nyiragongo liefern den derzeit besten Einblick in einen der gefährlichsten Vulkane der Welt.
1200 Grad heißer Höllenschlund: "Man hat das Gefühl, tief ins Erdinnere zu schauen."
Staunend am Kraterrand: "Manchmal erinnern stechend riechende Schwaden daran, dass man direkt neben einem tödliches Gebräu zeltet."
Camping extrem: Nachts erleuchtet der Lavasee den Himmel, flammenrote Wolken stehen über dem Berggipfel im Widerschein des Kratersees.
Überwältiger Blick in die Tiefe: "Sobald man sich über den Kraterrand lehnt, weht ein warmer Wind", berichtet der Vulkanologe Tom Pfeiffer von VolcanoDiscovery.
Wogender See: Zehn Meter hohe Lavablasen heben sich, bis sie krachend platzen.
Glühende Fontänen: "Wie verstreute Lagerfeuer" wirke die Glut, berichten die Abenteurer.
Tödliche Masse: Der See mit der dünnflüssigsten Lava der Welt steht jetzt fast so hoch wie vor früheren Ausbrüchen. Spätestens seit seiner letzten Eruption im Januar 2002 gilt der fast 3500 Meter hohe Nyiragongo als unberechenbar.
Fotoshooting am Kraterrand: Die Teilnehmer der VolcanoDiscovery-Exkursion benötigten fünf Stunden für den Aufstieg zum Gipfel. Sie campierten drei Tage mit ihren Zelten direkt am Krater hinter einer Klippe.
Feuerwerk: Immer wieder durchbrechen flammenrote Lavafontänen die Kruste und schießen Dutzende Meter empor.
Folgen des letzten Ausbruchs: 2002 rauschte Lava des Nyiragongo ins Tal und flutete die Stadt Goma. Sie härtete zu einem buckligen Panzer, machte Stadtviertel unbewohnbar; etwa 170 Menschen starben.
Auf der Flucht 2002: Die Lava des Nyiragongo ist gefährlicher als die anderer Vulkane, weil sie so dünnflüssig ist - sie stürzt mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde zu Tal.
Schlaglöcher: Die Straßen in Goma wurden im Januar 2002 von Lava geflutet.
Obdachlos: 120.000 Menschen verloren beim letzten Ausbruch des Nyiragongo ihr zu Hause. Auch der stechende Geruch der Lava machte den Einwohnern zu schaffen.
Brennende Häuser: Die Hunderte Grad heiße Lava rauschte durch die Viertel und entflammte Häuser.
Hilflosigkeit: Die Bewohner von Goma mussten 2002 mit ansehen, wie die Lava zu einem Panzer erstarrte, der bis heute Teile der Stadt bedeckt.
Ausbruch 2002: Den benachbarten Kivu-See brachten die Lavamassen zum Kochen.
Dampfendes Inferno: Die neuen Fotos des Vulkanologen Tom Pfeiffer bedeuten keine gute Nachricht für die Bewohner von Goma.
Nachtansicht: Beim Ausbruch vor neun Jahren war der Krater des Nyiragongo vollständig ausgelaufen.
Bedrohliche Rauchzeichen: Ob Warnsignale des Berges rechtzeitig erkannt würden, ist zweifelhaft - der Vulkan wird mangelhaft überwacht.