Anschwellender Lavasee: Vulkanalarm im Kongo - DER SPIEGEL
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Anschwellender Lavasee Vulkanalarm im Kongo

Alarm am Nyiragongo im Kongo: Im Krater des Vulkans schwillt ein gewaltiger Lavasee. Vulkanologen präsentieren auf SPIEGEL ONLINE neue Fotos vom Gipfel. Jederzeit könnte die 1200 Grad heiße Masse zu Tal stürzen - und die Großstadt Goma fluten.
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Auf dem Gipfel des Vulkans Nyiragongo im Kongo (Nachtaufnahme): Ein Lavasee schwappt im Krater des Vulkans. Sein Pegel steigt.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Wogender See: Der Pegel im Vulkankessel ist der beste Gradmesser für die Bedrohungslage am Nyiragongo. Je höher er steigt, desto größer ist der Magmadruck. Noch wenige Meter, und der See flutet die nächste Ebene des Kraters.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Was für ein Panorama: Der weite Horizont Zentralafrikas spannt sich hinter dem Krater des Nyiragongo. Noch ist der See 450 Meter vom Kraterrand entfernt. Doch nicht erst sein Überschwappen bedeutete die Katastrophe: Der See bildet nur die Spitze eines riesigen Magmareservoirs, das tief in die Erde reicht. Wie im Januar 2002 könnten Erdbeben den einen Kilometer breiten Lavakessel bersten lassen und das Magma freisetzen.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Gespenstische Geräusche:"Ein hypnotisierendes Gluckern ähnlich einer entfernten Meeresbrandung dringt aus dem Vulkankessel". Der Pegel des Sees kann rasant ansteigen - ein Ausbruch des Nyiragongo ist jederzeit möglich.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Nahansicht: Im Vulkankessel wogt die Lava, fauchend legt sich ihre silbrig-schwarze Kruste in Falten. Aus Rissen lodert zischend die Glut hervor.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Dampfender Vulkankessel: Die Fotos der Teilnehmer der privaten Exkursion um den Vulkanologen Tom Pfeiffer vom Kratersee des Nyiragongo liefern den derzeit besten Einblick in einen der gefährlichsten Vulkane der Welt.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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1200 Grad heißer Höllenschlund: "Man hat das Gefühl, tief ins Erdinnere zu schauen."

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Staunend am Kraterrand: "Manchmal erinnern stechend riechende Schwaden daran, dass man direkt neben einem tödliches Gebräu zeltet."

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Camping extrem: Nachts erleuchtet der Lavasee den Himmel, flammenrote Wolken stehen über dem Berggipfel im Widerschein des Kratersees.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Überwältiger Blick in die Tiefe: "Sobald man sich über den Kraterrand lehnt, weht ein warmer Wind", berichtet der Vulkanologe Tom Pfeiffer von VolcanoDiscovery.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Wogender See: Zehn Meter hohe Lavablasen heben sich, bis sie krachend platzen.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Glühende Fontänen: "Wie verstreute Lagerfeuer" wirke die Glut, berichten die Abenteurer.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Tödliche Masse: Der See mit der dünnflüssigsten Lava der Welt steht jetzt fast so hoch wie vor früheren Ausbrüchen. Spätestens seit seiner letzten Eruption im Januar 2002 gilt der fast 3500 Meter hohe Nyiragongo als unberechenbar.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Fotoshooting am Kraterrand: Die Teilnehmer der VolcanoDiscovery-Exkursion benötigten fünf Stunden für den Aufstieg zum Gipfel. Sie campierten drei Tage mit ihren Zelten direkt am Krater hinter einer Klippe.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Feuerwerk: Immer wieder durchbrechen flammenrote Lavafontänen die Kruste und schießen Dutzende Meter empor.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Folgen des letzten Ausbruchs: 2002 rauschte Lava des Nyiragongo ins Tal und flutete die Stadt Goma. Sie härtete zu einem buckligen Panzer, machte Stadtviertel unbewohnbar; etwa 170 Menschen starben.

Foto: © Jacky Naegelen / Reuters
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Auf der Flucht 2002: Die Lava des Nyiragongo ist gefährlicher als die anderer Vulkane, weil sie so dünnflüssig ist - sie stürzt mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde zu Tal.

Foto: © George Mulala / Reuters
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Schlaglöcher: Die Straßen in Goma wurden im Januar 2002 von Lava geflutet.

Foto: ASSOCIATED PRESS
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Obdachlos: 120.000 Menschen verloren beim letzten Ausbruch des Nyiragongo ihr zu Hause. Auch der stechende Geruch der Lava machte den Einwohnern zu schaffen.

Foto: ? Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS
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Brennende Häuser: Die Hunderte Grad heiße Lava rauschte durch die Viertel und entflammte Häuser.

Foto: Jacques_Collet/ picture-alliance / dpa/dpaweb
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Hilflosigkeit: Die Bewohner von Goma mussten 2002 mit ansehen, wie die Lava zu einem Panzer erstarrte, der bis heute Teile der Stadt bedeckt.

Foto: ? Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS
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Ausbruch 2002: Den benachbarten Kivu-See brachten die Lavamassen zum Kochen.

Foto: © George Mulala / Reuters
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Dampfendes Inferno: Die neuen Fotos des Vulkanologen Tom Pfeiffer bedeuten keine gute Nachricht für die Bewohner von Goma.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Nachtansicht: Beim Ausbruch vor neun Jahren war der Krater des Nyiragongo vollständig ausgelaufen.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
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Bedrohliche Rauchzeichen: Ob Warnsignale des Berges rechtzeitig erkannt würden, ist zweifelhaft - der Vulkan wird mangelhaft überwacht.

Foto: VolcanoDiscovery / Tom Pfeiffer
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?