Antarktis Die Krabben kommen
Seestern "Odontaster validus": Verbreitetes Raubtier auf dem antarktischen Meeresboden
Trematomus bernachii: Der Fisch lebt im Meer rund um die Antarktis - er ist dazu ausgerüstet, im buchstäblich eiskalten Wasser zu überleben, weil er Glykoproteine im Blut hat, gewissermaßen natürliches Frostschutzmittel
Glyptonotus antarcticus: Die mit Insektenarten an Land verwandte, bis zu 13 Zentimeter lange Unterwasser-Assel kann die Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt aushalten - anders als Krabben und Hummer
Forschungsschiff RRS James Clark Ross der British Antarctic Survey: Mit ferngesteuerten Unterwasser-Forschungssonden untersuchte die Besatzung die Fauna des arktischen Meeresbodens. Sie fanden Neuzugänge, denen erst durch die Erwärmung des Wassers in der Region die Zuwanderung ermöglicht wird - und die nun die lokale Fauna bedrohen
Bellingshausen-See in der Antarktis: Einst war diese Region über jahrelange Perioden hinweg mit dickem Eis bedeckt - unter diesen Bedingungen wäre die heutige Artenvielfalt im antarktischen Meer nicht möglich gewesen, weil ihre Basis das Algenwachstum ist, das ohne Sonnenlicht nicht stattfinden kann
Unterwasser-Roboter des Forscherteams: Krabben fehlen in den antarktischen Schelfmeeren komplett. Ursache ist das im Meerwasser reichlich vorhandene Magnesium - es betäubt die Tiere
Warme Tiefsee: Im Südpolarmeer ist das Wasser ab 1.000 Meter Tiefe aber "wärmer" als an der Oberfläche. Die Temperatur beträgt dort etwa ein Grad Celsius - warm genug für die Krabben, die sich ausbreiten
Krabben auf dem Vormarsch: Nur noch 500 bis 600 Tiefenmeter sind die Krabben-Invasoren von den einzigartigen Lebensgemeinschaften im Schelfbereich entfernt. Die Allesfresser würden dort ein wahres Schlaraffenland vorfinden - die Schäden wären verheerend