Antarktis: Inbegriff der Unerreichbarkeit - DER SPIEGEL
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Antarktis Inbegriff der Unerreichbarkeit

Wer in der Antarktis forscht, der muss mit sich selbst im Reinen sein. Die karge Landschaft und die extremen Naturgewalten lassen kaum Fluchtwege zu, weder von diesem Ort, noch von der eigenen Psyche.
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Südpol-Expedition (mit Fürst Albert II. von Monaco, Januar 2009): Die vollkommene Abwesenheit von akustischen Eindrücken lässt das Gehirn aufschreien. Verwirrt, beinahe verzweifelnd sucht es nach den vertrauten Klängen jener Welt, die viele tausend Kilometer entfernt jenseits des großen Meeres und der wilden Stürme liegt.

Foto: HO/ REUTERS
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Robbe und Pinguine an der Commonwealth Bay (Dezember 2009): Die Antarktis fasziniert durch ihre Extreme, sie gilt als Inbegriff der Unerreichbarkeit, der Unberührtheit - als Gegenpol von Überbevölkerung, Urbanität, Moderne.

Foto: STAFF/ REUTERS
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Britischer Forscher auf dem Wilkins-Schelf (Januar 2009): Nirgends ist es auf der Welt kälter als in der Antarktis, nirgends fegen heftigere Stürme über das Land. Manchmal peitschen die Schneekristalle mit 300 Kilometern pro Stunde durch die Luft.

Foto: STAFF/ REUTERS
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Zunge des Mertz-Gletschers (Archivbild): Abgeschottet vom Wärmestrom gemäßigter Breiten ist die baum- und strauchlose Antarktis auch der einzige Kontinent, der sich der dauerhaften Besiedlung durch den Menschen entzogen hat.

Foto: Barbara Wienecke / Australian Antarctic Divison
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Deutsche Forschungsstation Neumayer III (Februar 2009): Auf der deutschen Neumayer-Station gab es in den neunziger Jahren mal eine reine Frauenmannschaft, die durch den polaren Winter hybernierte. Kein gelungenes Experiment, mittlerweile versucht die Institutsleitung in Bremerhaven zur Hälfte Frauen und Männer zu verpflichten.

Foto:

A9999 Hans-Christian Wöste/ dpa

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Belgsiche Forschungsstation Prinzess Elisabeth (März 2008): Die Antarktis bietet keine Ablenkung, sie wirft ihre Besucher auf sich selbst zurück. So absolutistisch, wie die Natur am südlichen Ende des Planeten regiert, lässt sie kaum Fluchtwege zu. Weder von diesem Ort, noch von der eigenen Psyche.

Foto: HO/ REUTERS
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Adelie-Pinguine in der Commonwealth Bay (Dezember 2009): Jeder Bericht aus der weißen Wüste lockt neue Touristen an. Fast 40.000 Pauschalurlauber landen auf Kreuzfahrtschiffen und umgebauten Luxus-Eisbrechern an. Sie lassen die Kameras surren vor der glitzernden Kulisse aus Eis und Pinguinen.

Foto: STAFF/ REUTERS
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Unterkunft des Epica-Projekts (Januar 2007): Das European Project for Ice Coring in Antarctica ist der wohl ambitionierteste und logistisch außergewöhnlichste Versuch, die Rätsel der jüngeren Erdgeschichte zu lösen. Über 600.000 Jahre Klimahistorie wollen die Polarforscher rekonstruieren. Denn der kilometerhohe Schnee ist wie ein Archiv.

Foto: AFP / Guy Clavel
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Wetterballon-Start bei Neumayer III (Februar 2009): Satellitentelefone und Internet-Verbindung haben Neumayer mittlerweile auch an den Nachrichtenstrom der jenseitigen Welt angeschlossen. Doch die Verbindung ist schwierig, die Signale herkömmlicher geostationärer Satelliten gelangen nicht an die Pole, außer, diese trudeln auf besonderen Bahnen gen Süden. Daher wird sogar überlegt, ein 2000 Kilometer langes Kabel zu verlegen.

Foto: Hans-Christian Woeste / AWI
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Brasilianische Station Commandante Ferraz (November 2008): Wenn Polarfahrer krank werden, dann jene, die die Antarktis zur Flucht aus ihrem bisherigen Leben sehen.

Foto: PAULO WHITAKER/ REUTERS
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Spaß gegen den Polarkoller (an der Davis-Sation, Juni 2009): In manchen Stationen veranstalten sie jeden Samstag ein Fest gegen das Abstumpfen. Die Engländer sind darin besonders gewissenhaft. Es herrscht Krawattenzwang.

Foto: PAUL ENDERSBY/ AFP
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Majestätische Schönheit: "Das Weiße Schweigen", so der Schriftsteller Jack London, reduziere die vom Auge empfangenen Sinneseindrücke gegen Null; und wenn von außen nichts kommt, dann kann das Unterbewusstsein die Kontrolle über den Geist übernehmen.

Foto: AFP / Australian Antarctic Division / Tania King
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Britische Station Rothera (Januar 2009): Gefährdet sind all jene, die mehr als einmal überwintert haben. Dann droht die Verbindung zu Freunden und Verwandten abzureißen.

Foto: STAFF/ Reuters
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