Anti-Werbe-Werbung: "Rettet unsere Wände!" - DER SPIEGEL
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Anti-Werbe-Werbung "Rettet unsere Wände!"

Mit einer aufwendig gestalteten Kampagne geht die Gruppe "beepfashion" gegen die Omnipräsenz von Werbeplakaten in der rumänischen Hauptstadt Bukarest vor. Mit Fotomontagen drückt sie aus, dass zumindest die historischen Stätten der Revolution gegen das Ceausescu-Regime von Werbung verschont bleiben sollten. SPIEGEL ONLINE zeigt die Motive der Anti-Werbe-Werbung.
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"Wir leben in einer eroberten Stadt", schärft die Gruppe "beepfashion" den Bukarestern ein - erobert worden sei sie vom wilden Werbekapitalismus, von den PR-Firmen, die auch historische Stätten in der Innenstadt mit Plakaten bekleben. In der Kampagne wider diese Übersteigerungen der Werbung zeigt beepfashion historische Szenen ...

Foto: Beepfashion
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... aus der Zeit der Revolution gegen Dikator Nicolae Ceausescu im Jahr 1989 - und montierte Werbemotive aus der Jetzt-Zeit hinein.

Foto: Beepfashion
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"Wisst Ihr noch, wie die Gebäude in unserer Stadt aussahen?", fragt die Gruppe rhetorisch. "Für jeden kommunistischen Slogan, den Ihr heruntergerissen habt, gibt es nun 100 Werbeslogans. Für jede Hammer und Sichel, die Ihr zerschmettert habt, gibt es nun 1000 kommerzielle Marken."

Foto: Beepfashion
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Foto des ermordeten Diktators Ceausescu als "Werbemotiv" an einem Gebäude: "Ihr habt die einfache Würde von zerschossenen Gebäuden eingetauscht ..."

Foto: Beepfashion
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"... gegen die laute, basarhafte Armut der historischen Fassaden, die hinter Sonderangeboten verborgen sind", schreibt beepfashion.

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"Vielleicht seid Ihr durch Europa gereist", heißt es auf der Website der Aktivisten weiter. "Habt Ihr die Städte dort in einem solchen Maße entstellt gesehen? ... "

Foto: Beepfashion
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"... IHRE Anzeigen zeigen Respekt vor der Architektur und bezeugen Wohlstand und Zivilisation. UNSERE ... bezeugen die ärmliche Not eines Volkes, ..."

Foto: Beepfashion
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"... das Werbeplätze sogar auf seinen Friedhöfen verkauft." Mit den drastischen Bildern der Kampagne hat beepfasion Tausende Bürger Bukarests aufgerüttelt. Der Bürgermeister aber sagt, die Stadt könne derzeit auf die Erlöse aus den Werbeeinnahmen nicht verzichten.

Foto: Beepfashion
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?