Anwar Ibrahim: Hexenjagd in Malaysia - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Anwar Ibrahim Hexenjagd in Malaysia

Homosexualität ist in Malaysia verpönt, es kursieren die krudesten Theorien, etwa dass gleichgeschlechtlicher Sex zu Schweinegrippe führt. Auch der Staat macht zunehmend Jagd auf Schwule. Strategen instrumentalisieren die Hexenjagd nun auch im politischen Geschäft - um Rivalen zu diskreditieren.
1 / 6

Anwar Ibrahim ist ein bekannter Mann in Malaysia. Er war Finanzminister und stellvertretender Premier. Jetzt führt der 64-Jährige die Opposition an. Menschenrechtsaktivisten nennen ihn die "Stimme der Demokratie" in ihrem Land.

Foto: MOHD RASFAN/ AFP
2 / 6

Ibrahim wirft den Gerichten in seinem Land vor, nicht unabhängig zu sein. "Malaysia ist ein autoritärer Staat." Er hat bereits acht Jahre im Gefängnis gesessen.

Foto: SAEED KHAN/ AFP
3 / 6

Gegen Ibrahim läuft derzeit ein Prozess, weil er angeblich homosexuell ist und einen Mitarbeiter zum Sex gezwungen haben soll - er selbst dementiert das vehement. Es ist nicht das erste Mal, dass Ibrahim wegen solcher Behauptungen vor Gericht steht. Als Drahtzieher wird der politische Gegner vermutet.

Foto: Mark Baker/ AP
4 / 6

Ein Unterstützer Ibrahims protestiert vor dem Gerichtsgebäude in Kuala Lumpur gegen den Prozess. Ibrahim drohen 20 Jahre Haft.

Foto: Mark Baker/ AP
5 / 6

Ibrahim selbst will nun, bevor das Urteil gesprochen ist, noch möglichst viele Menschen im Land erreichen, um seine Unschuld zu beteuern.

Foto: Azhar Rahim/ dpa
6 / 6

Homosexualität ist in Malaysia bei Strafe verboten, Schwule und Lesben werden systematisch verfolgt. Es kursieren die absurdesten Gerüchte, etwas dass Homosexualität zu Schweinegrippe führt und dass Zitronen und Kokosmilch gegen Schwulsein "helfen". Hier demonstrieren Anhänger Ibrahims vor dem Gerichtsgebäude.

Foto: Mark Baker/ AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?