Buch über Bärte Haare im Gesicht
Junger Mann trägt Bart: Jörg Scheller und Alexander Schwinghammer haben den Essayband "Anything Grows" herausgegeben und hinterfragen den Sinn des Gesichtshaares.
Models auf der Buenos Aires Fashion Week: Der Vollbart ist als ästhetisches Männermerkmal unserer Zeit mehr als etabliert.
Die US-Band Fleet Foxes: Der Bart kann nie so langweilig und inhaltsleer werden wie der Hipster.
Wenn sich Identitäts- und Individualitätswünsche massenhaft auf dasselbe Accessoire berufen, wird aus der Avantgarde schnöde Mode. Pech gehabt, Hipster, du bist jetzt wie Kai Diekmann.
Linda und Paul McCartney im Jahr 1971: Der milieuübergreifende Vollbartboom der Gegenwart gehört zum Revival von Gesichtsbehaarungen aller Art, das seit den Neunzigerjahren in Gang ist und in seiner postmodernen Ausprägung quasi jedes Fazialdesign gelten lässt.
Der zweifingerbreite Bewuchs unter der Nase, wie ihn Charlie Chaplin trug, ist tabu.
Und das liegt an ihm.
Kaiser Wilhelm II.: Er trug seinen Bart nach außen und in die Höhe gezwirbelt.
Auf der Fashion Week in Berlin: Auch hier ist Kaiser Wilhelm II. irgendwie präsent.
US-Marshall Wyatt Earp im Jahr 1881: Damals schon Trendsetter
Joaquin Phoenix: Mit Brille und Bart führte der Schauspieler seine Fans als Rapper in die Irre.
Antonio Banderas: Der, dem es sprießt, erinnert nach dem Gesetz des Vorurteils immer auch an Terroristen, Schurken und Zuhälter, heißt es im Essayband.
Als semiotische Konstante trat der Bart zuletzt mit der Sängerin Conchita Wurst ins Rampenlicht.
Der falsche Bart: Gesehen auf der China Fashion Week in Peking
Man lernt, dass die "Top-Schnäuzer" der deutschen Wirtschaft - Dieter Zetsche (hier im Bild), Wendelin Wiedeking, Wolfgang Reitzle - in ihrem Bekenntnis zum Wuchs die Magnaten und Industriekapitäne vergangener Jahrhunderte zumindest ansatzweise imitieren.