Apple Der Konzern und sein Guru
Apple-Chef Steve Jobs (bei der Präsentation des iPad 2 im März 2011): Der Gründer und Guru des Apfel-Konzerns tritt von seinem Chefposten zurück - aus gesundheitlichen Gründen.
iPad 2: Das Prinzip des Tablet-Rechners hat Apple nicht erfunden - doch Jobs' Akribie und Perfektionismus haben dann doch die ersten Tablets hervorgebracht, die tatsächlich jemand benutzen wollte. Der Design-Fanatismus des Unternehmensgründers gilt als zentraler Erfolgsfaktor.
Der Nachfolger: Tim Cook wird Jobs' Aufgaben auf dem Chefsessel des Konzerns übernehmen. Cook ist weniger ein Kreativer als ein Macher - er ist unter anderem dafür verantwortlich, Zulieferer und Konstruktion der Apple-Produkte zu organisieren. Sein Verhandlungsgeschick gilt als maßgeblich für die enormen Gewinnmargen, die Apple heute erzielt.
Damals, in den Siebzigern: Wenn Steve Jobs und Steve Wozniak mit den Hackern des Homebrew Computer Club im Silicon Valley herumhingen, trugen sie keine Krawatten - verkauften dafür aber zunächst Blue Boxes, mit denen man kostenlos - und illegal - telefonieren konnte.
Steve Jobs (links) und Steve Wozniak (rechts) mit dem damaligen Apple-Chef John Sculley im Frühjahr 1984: Der ehemalige Chef des Limonadenherstellers Pepsico löste Jobs damals als CEO des Unternehmens ab - auf dessen Einladung. Später sorgte Sculley mit dafür, dass Jobs aus dem Unternehmen flog.
Jobs und der Macintosh (1984): Mit dem Mac gelang Apple der Sprung in eine IT-Welt, die etwa Microsoft erst viele Jahre später betreten sollte - die der grafischen Benutzeroberflächen. Jobs' Versuch, dasselbe bereits ein Jahr früher mit dem Lisa zu erreichen, war ein wirtschaftliches Desaster.
Jobs mit einem iMac (1998): Nach seiner Rückkehr drehte er das Unternehmen, kündigte Lizenzverträge mit anderen Herstellern und setzte Ästhetik als zentrales Kriterium oben auf die Apple-Agenda. Der iMac gilt heute als Wendepunkt - Apple wandelte sich zum Livestyle-Unternehmen.
Jobs bei der Worldwide Developers Conference im Juni 2011: Der Auftritt bei der Entwicklerkonferenz war im Vergleich zu früheren Jobs-Shows schon sehr reduziert - es könnte sein letzter gewesen sein.
Abschied: "Ich habe immer gesagt, dass wenn jemals der Tag kommen sollte, an dem ich nicht länger meine Aufgaben und Erwartungen als Apple-Chef erfüllen kann, ich der Erste wäre, der das mitteilt. Leider ist dieser Tag gekommen." (Steve Jobs, 24.08.2011)
iPhone 4: Jobs zeigte sein Werk im Juni 2010 auch dem russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew - und der zeigte sich "inspiriert", wie er später vor Journalisten sagte.