Apple-Handys im Test Das sind die neuen iPhones
Daran kann man sie sofort erkennen: Über das Design der Kameras in den neuen iPhones 11 (rechts) und 11 Pro wird man sich noch lange streiten. Sicher ist aber, dass sie deutlich zeigen: Ich bin das neue iPhone!
Neben dem Kameragehäuse hat Apple auch gleich die Rückseite umgestaltet: Das Firmenlogo ist jetzt mittig platziert, der iPhone-Schriftzug, das CE-Zeichen und der Hinweis, dass das Gerät nicht in den Hausmüll gehört, sind gänzlich verschwunden.
Ein substanzieller Unterschied: Im Karton des iPhone 11 Pro liegt das 18-Watt-Netzteil (links), das auch dem aktuellen iPad Pro beiliegt. Das iPhone 11 wird mit dem weniger leistungsfähigen 5-Watt-Steckernetzteil geliefert.
Die neuen und die alten iPhones. Von oben nach unten liegen hier iPhone XR, iPhone 11, iPhone 11 Pro Max und iPhone XS Max übereinander.
Das günstigere iPhone 11 (links) wird in sechs Farben, wie dem hier gezeigten Violett angeboten. Das Gehäuse wird aus Recycling-Aluminium hergestellt. Das deutlich teurere iPhone 11 Pro Max hat dagegen einen Rahmen aus Edelstahl, und steht in Dunkelgrau, Silber, Gold und dem hier gezeigten Nachtgrün in Apples Katalog.
Erstmals bietet der Konzern als Zubehör transparente Schutzhüllen an. Damit man die Farben sehen kann.
Die neuen Kameras erweitern die fotografischen Möglichkeiten deutlich. Hier ist die Aufnahme einer Hopfenpflanze mit dem Standard-Weitwinkelobjektiv zu sehen.
Hier dasselbe Motiv, mit dem Zweifach-Teleobjektiv fotografiert.
Und schließlich zur selben Zeit vom selben Standort mit der Ultraweitwinkel-Kamera fotografiert. Die optischen Verzerrungen an den Bildrändern sind bei derartigen Objektiven nicht zu vermeiden, sie traten im Test auch mit Vergleichskameras auf.
Der Ultraweitwinkel ermöglicht in mancherlei Hinsicht neue Perspektiven.
Auch die Porträtfunktion wurde erweitert. Hier lässt sich nun - auch nachträglich - die Tiefenschärfe regeln. Das funktioniert nach dem Update auf iOS 13 allerdings auch auf älteren iPhones.
Dasselbe gilt für den Effekt High-Key-Licht Mono, der eine interessante Möglichkeit bietet, Porträts freizustellen.
Die deutlichste Änderung bei den Kamerafunktionen ist jedoch der Nachtmodus, der auch aus freier Hand geschossene Nachtaufnamen ermöglicht.
Um die Funktionsweise des Nachtmodus zu verdeutlichen, habe ich bei fast völliger Dunkelheit einige Vergleichsfotos geschossen. Hier das Motiv ohne Unterstützung des Nachtmodus.
Und hier dasselbe Bild, mit dem Nachtmodus aufgenommen. Ein Bildrauschen ist zu erkennen. Trotz der fehlenden Beleuchtung zeigt die Aufnahme erstaunliche Schärfe und realistische Farben.
Für dieses Testfoto habe ich das iPhone 11 Pro Max auf ein Stativ geklemmt und den Nachthimmel mit 28 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen.
Die gleiche Aufnahme mit einem P30 Pro gemacht, zeigt einen deutlichen Blaustich und fällt etwas dunkler aus, weil hier nur sieben Sekunden lang belichtet wurde. Bei der alternativ vom P30 Pro angebotenen Belichtungszeit von 32 Sekunden war die Aufnahme bereits überbelichtet.