April, April Schnee, Frost, Gewitter
In großen Teilen Großbritanniens hat es am Mittwoch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt den zweiten Tag in Folge geschneit. In der schottischen Stadt Penicuik kämpften sich die Menschen durch dickes Schneetreiben.
Heftige Schnee- und Regenfälle und starker Wind führten zu Störungen im Straßen-, Zug- und Schiffsverkehr. Die A702 südlich der schottischen Hauptstadt Edinburgh war komplett eingeschneit. Autofahrer und Hilfskräfte mussten zu Schaufeln greifen.
Eine 17-jährige Schülerin kam ums Leben, als im Süden Schottlands ein Bus mit 39 Kindern und sechs Erwachsenen an Bord von der Straße abkam und in einen Bach stürzte. Zwölf weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt, vier von ihnen schwer.
Bei Londonderry in Nordirland wurden mehr als 300 Menschen aus ihren Fahrzeugen gerettet, die in der Nacht im Schnee steckengeblieben waren.
Die winterlichen Verhältnisse sollen nach Angaben von Meteorologen in Großbritannien weiter anhalten. Auch in Deutschland ist mit Frost und Schnee zu rechnen.
In Deutschland herrschte am Mittwoch sprichwörtliches Aprilwetter: Im Norden ließ sich immer mal wieder die Sonne blicken, vor allem im Westen und Südwesten des Landes war es sehr stürmisch, es gab kurze Graupelschauer und Platzregen. In der Nacht war bereits eine Gewitterlinie über Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein hinweggezogen, wie hier in der niedersächsischen Ortschaft Vinstedt.
Am Dienstag hatten die Menschen in Hamburg noch die Sonne genossen, an der Alster unter einem mit bunten Ostereinern geschmückten Baum. In den nächsten Tagen bleibt es wechselhaft und frisch. "Aus dem Westen, vor allem aus dem isländischen Raum, kommt sehr kühle Meeresluft zu uns", so Meteorologe Andreas Wagner.