US-Bundesstaat Pennsylvania Die AR-15-Zeremonie
Die "World Peace and Unification Sanctuary"-Kirche hatte ihre Mitglieder dazu aufgefordert, zu einer bestimmten Zeremonie AR-15 Gewehre mitzubringen. Sie folgten dem Aufruf - wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist.
Der Waffentyp, so glauben die Anhänger, würde den "Herrscherstil der eisernen Faust" der biblischen Johannesoffenbarung symbolisieren.
Kirchenmitglieder tragen Kronen aus Munition: Sie wollen zeigen, dass sie an das Recht glauben, Waffen zu besitzen.
Die Zeremonie sei bereits Monate vor dem Amoklauf in Parkland Mitte Februar geplant worden, sagten die Veranstalter. Bei dem Massaker soll nach Behördenangaben ebenfalls ein AR-15 Gewehr benutzt worden sein.
Mitglieder der häufig als Sekte beschriebenen Religionsgemeinschaft hatten bereits im Vorfeld betont, dass die Waffen nicht geladen und gesichert sein würden. Beim Eintritt wurden die Waffen überprüft.
An einer nahegelegenen Grundschule wurde der Unterricht am Tag der Zeremonie abgesagt. In einem Brief an die Eltern schrieb der Leiter des Schuldistrikts, dass "der Schule und auch der Gemeinde keine direkte Gefahr" drohe. Doch aufgrund des "Charakters der Veranstaltung" würden die Schüler an einer weiter entfernten Schule unterrichtet.
"World Peace and Unification Sanctuary" spaltete sich vor Jahren von der Vereinigungskirche ab. Diese distanzierte sich von der Veranstaltung mit der Begründung, dass ihre Veranstaltungen und Lehren keine Waffen involvierten.
"God doesn't bless guns": Vor dem Gebäude in Newfoundland im US-Bundesstaat Pennsylvania protestierten Menschen gegen die Waffen-Zeremonie.