Arabische Revolte: Jubel und Triumph, Tod und Chaos - DER SPIEGEL
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Arabische Revolte Jubel und Triumph, Tod und Chaos

Drei arabische Diktatoren wurden 2011 aus dem Amt gejagt, zwei weitere werden vermutlich folgen: Die arabische Revolte ist noch nicht vorbei, aber ihre Erfolge sind auch noch nicht gesichert.
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Die arabische Revolte begann Anfang 2011. Drei Despoten wurden bisher verjagt - weitere werden vermutlich folgen.

Foto: JEWEL SAMAD/ AFP
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Das Fanal der Freiheit wurde in Tunesien entfacht, wo Ende 2010 Massenproteste gegen das Regime Ben Ali ausbrachen.

Foto: FETHI BELAID/ AFP
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Einige Wochen stemmte sich der Präsident gegen den Aufstand - doch Anfang 2010 verließ er Tunesien und ging ins Exil nach Saudi-Arabien.

Foto: HO/ Reuters
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Die Demonstranten in Ägypten nahmen sich Tunesien zum Vorbild und begehrten gegen ihren seit Jahrzehnten regierenden Präsidenten Husni Mubarak auf. Hunderttausende strömten immer wieder auf den Tahrir-Platz im Herzen Kairos.

Foto: Khaled El Fiqi/ dpa
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Am 11. Februar war es schließlich so weit: Mubarak trat zurück; die Ägypter jubelten überglücklich. Seither regiert jedoch der Übergangsrat des Militärs - von Demokratie versteht er nichts. Die Lage ist instabil. Immerhin laufen derzeit die ersten freien Wahlen in Ägyptens Geschichte.

Foto: SUHAIB SALEM/ REUTERS
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Auch die Aufständischen in Libyen vertrieben ihren Despoten. Doch der Sturz Muammar al-Gaddafis gelang nur mit Hilfe der Nato.

Foto: Hussein Malla/ AP
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Gaddafi überlebte seinen Sturz nicht. Er wurde in seinem Versteck von Rebellen ausfindig gemacht - und erschossen. Die genauen Umstände seines Todes sind unklar. Die Libyer feierten die Meldung - wie auch die Festnahme des Diktatorensohns Saif al-Islam.

Foto: ESAM OMRAN AL-FETORI/ REUTERS
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Im Frühjahr eskalierten die Unruhen in Bahrain. Hier regiert eine sunnitische Monarchie ein Land, dessen Mehrheit aus Schiiten besteht. Bahrain schlug den Aufstand mit Hilfe seiner Nachbarn nieder - aber der Konflikt schwelt weiter. Die Lage ist unruhig.

Foto: Hasan Jamali/ AP
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Monatelang demonstrierten auch die Jemeniten gegen ihre Tyrannen Ali Abdallah Saleh. Immer wieder versprach er, sein Amt niederzulegen - und ließ gleichzeitig auf Demonstranten schießen.

Foto: MOHAMED AL-SAYAGHI/ REUTERS
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Die Jemenitin Tawakkul Karman erhielt den Friedensnobelpreis 2011. Sie organisierte einige der ersten Demonstrationen im Jemen. Wie es im Jemen weitergeht, ist völlig unklar.

Foto: Hani Mohammed/ AP
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In Marokko gab es Kundgebungen, doch die Revolution fiel aus. Der König leitete zaghafte Reformen ein, für den Moment hat er damit einen Teil der Unzufriedenen besänftigt.

Foto: ABDELHAK SENNA/ AFP
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Eine ähnliche Linie fährt König Abdallah II. in Jordanien. Noch fordert kaum jemand den Sturz des Königshauses - aber eine Bestandsgarantie gibt es nicht.

Foto: Jamal Nasrallah/ dpa
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In Saudi-Arabien machten 2011 die Frauen auf sich aufmerksam - zu Dutzenden filmten sie sich beim Autofahren, das ihnen offiziell verboten ist. Noch sitzt die Monarchie fest im Sattel; aber das Freiheitsvirus hat auch das Wüstenland erreicht.

Foto: © Fahad Shadeed / Reuters/ REUTERS
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Die Opposition in Syrien zahlt seit Monaten einen hohen Blutzoll für ihren Wunsch nach Freiheit. Präsident Assad lässt schießen, schlagen und einsperren. Über 5000 Zivilisten, so Schätzungen, wurden bereits getötet. Was nach Assad kommt, ist ungewiss.

Foto: AFP
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