Archäologie: Das Geheimnis der schreienden Toten - DER SPIEGEL
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Archäologie Das Geheimnis der schreienden Toten

Ihre Gesichter sind der Stoff, aus dem Alpträume gemacht sind. Doch die offenen Münder von Mumien sind gar keine zur Ewigkeit erstarrten Schreie - sondern das Werk von schlampigen Einbalsamierern, Enzymen und elementarer Physik.
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Mumie eines Nebelkriegers vom südamerikanischen Volk der Chachapoya: Litt der Sterbende unsagbare Schmerzen? Oder wurde er gar lebendig begraben?

Foto: A2609 epa efe Istituto Nacional De Cultura/Handout/ dpa
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Mumie aus Peru: Die Gräber waren 1996 in Höhlen entdeckt worden. Der Sensationsfund ermöglichte den Archäologen, ihr Wissen über die Totensitten der rätselhaften Nebelkrieger zu erweitern. Die scheinbar zum Schreien aufgerissenen Münder erklären Archäologen mit elementarer Physik.

Foto: MARIANA BAZO/ REUTERS
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Chachapoya-Mumie: Wenn sich die Gesichtsmuskeln der Toten entspannen, ist es ein ganz simples Naturphänomen, das sie schreien lässt: die Schwerkraft.

Foto: EITAN ABRAMOVICH/ AFP
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Chachapoya-Höhle in Peru: Das Andenvolk siedelte vom 9. bis zum 16. Jahrhundert im heutigen Peru. Es widersetzte sich den Inka, nach Eintreffen der Spanier kämpften die Chachapoya sogar Seite an Seite mit den Kolonialherren gegen das rivalisierende Volk.

Foto: MYLENE D'AURIOL/ AFP
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Catacombe dei Cappuccini in Palermo: Wenn nicht ein besonders trockenes Klima, ein extrem feuchter Boden oder spezielle Einbalsamierungsmaßnahmen den Verwesungsprozess verlangsamen, werden nach etwa 50 Jahren auch die letzten Knochenreste zu Staub.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?