Archäologie Der goldene Wolf
Alejandra Molina ist eine der Archäologinnen, die in Mexiko-Stadt an der Ausgrabung beteiligt waren.
Vorsichtig reinigt sie die Funde. Neben den Resten eines jungen Wolfs wurden auch Muscheln und Flint gefunden.
Doch der bemerkenswerteste Teil des Fundes war Goldschmuck - vermutlich wurde das Tier damit behängt und dann vergraben.
Seit Jahrzehnten graben Archäologen mitten in Mexiko-Stadt. Hier stand einst der wichtigste Tempel der Azteken.
Mehr als 200 solcher Funde wurden in dem Gebiet gemacht, nur 16 davon enthielten Gold. "Das ist ohne Zweifel der größte und kunstvollste hier", sagt der bekannte Archäologe Leonardo López Luján.
Die Goldplatten waren mit Ornamenten verziert. Zudem entdeckte das Team auch Muscheln aus dem Atlantik.
Dabei hatte Gold bei Azteken gar nicht den größten Wert. Die langen Federn des bunten Quetzal-Vogels oder auch Geschmeide aus Jade waren viel begehrter.
Der Schädel des Wolfs. Das Tier war etwa acht Monate alt, als es starb. Vermutlich starb auch der Wolf ähnlich wie Tausende Krieger: Von Priestern wurde ihm mit einer rasiermesserscharfen Obsidianklinge bei lebendigem Leib das Herz herausgeschnitten.
Das Tier wurde wohl während der Regentschaft von König Auítzotl getötet- zwischen 1486 und 1502.