Fotostrecke Aufbauarbeit in Venedig
Fast göttlich: Transsolar und Anja Thierfelder aus Stuttgart ahmen in "Lightscapes" Sonnenstrahlen oder besser Dämmerungsstrahlen nach.
Wahrscheinlich bezieht fast niemand so klar Stellung wie der deutsche Beitrag: Für "Making Heimat. Germany, Arrival Country" hat das Berliner Architekturbüro Something Fantastic vier große Öffnungen in dem Pavillon geschaffen.
48 Tonnen Ziegelsteine wurden dafür aus dem denkmalgeschützten Gebäude heruntergerissen. Das schafft ein neues Raumgefühl, in diesem 1938 von den Nationalsozialisten umgebauten Pavillon.
Neben den Öffnungen, auch zum Wasser hin, sollen ein Ayran-Brunnen, freies WLAN, Sitzinseln und Strom eine Art eigene "Arrival-City" hier in Venedig darstellen. Ein Ankunftsort also.
Das chilenische Architekturduo Elton+Léniz beschäftigt sich mit Schulen als Orte und hat dafür mehrere hohe Monitore installiert. Diese Videoinstallation soll das alltägliche Leben in fünf Schulen in Chile zeigen
Maria Giuseppina Grasso Cannizzo zeigt ihre Arbeit "Onore perduto" und will gegen die Banalität und Mittelmäßigkeit ankämpfen. Damit hat sie etwas mit Aravena gemeinsam, der auch mit seiner Biennale beides angeht.
Hütte? Haus? Höhle? Oder alles drei? Anna Heringer und ihr "Mud Works" (dt. Lehm funktioniert).
Mit Meditation zum Erfolg: Vo Trong Nghia lässt alle seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zweimal am Tag meditierten, als Pflichtübung. Nur so ließen sich leicht Entscheidungen treffen. In Venedig hat er dafür den perfekten Ort zwischen Bambussen geschaffen.
Der Chefkurator der Architektur-Biennale in Venedig Alejandro Aravena stellt im ersten Raum des Arsenale sein "Making Of" aus. Aravena hat dafür altes Material der letzten Kunstbiennale wiederverwendet.