Architektur - DER SPIEGEL
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Architektur Die perfekte Stadt

Leben im rechten Winkel: In Nordindien baute Stararchitekt Le Corbusier ab 1951 die Metropole Chandigarh. Die betongewordene Vision streng geometrischer Ordnung allerdings scheiterte an den Tücken des Alltags - und an den indischen Kühen.
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Einkaufsstraße: Eine Fahrradrikscha in den fünfziger Jahren vor einer gerade fertiggestellten Einkaufszeile. Häuser wie diese, im geometrisch-schlichten Stil Le Corbusiers, gibt es in jedem der heute rund 60 Sektoren der Stadt jeweils am zentralen Marktplatz.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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Soldat im Schatten: Das Gebäude, in dem sich der Oberste Gerichtshof befindet, ist für zahlreiche Architekturstudenten Grund, in die nordindische Stadt Chandigarh zu pilgern. Der Bau ist ein Entwurf des Schweizer Architekten Le Corbusier.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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Oberster Gerichtshof: Vor dem Gebäude des Obersten Gerichtshofes weht die indische Flagge. Das Foto entstand in den fünfziger Jahren kurz nach der Fertigstellung des Gebäudes. Der Bau gehört zu einem Komplex von Regierungsbauten, die in Sektor 1 der nordindischen Planstadt Chandigarh stehen.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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Handarbeit: Indische Bauarbeiter begannen in den fünfziger Jahren den Bau der Reißbrettstadt Chandigarh mit traditionellen Methoden.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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Bulle am Straßenrand: Mietshäuser im strengen Stil der fünfziger Jahre sind typisch für Chandigarh und seine Satellitenorte Panchkula und Mani Majra. Dass ein Bulle am Straßenrand weidet, ist weder selten noch aufsehenerregend.

Foto: Philipp Lustenberger
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Für Notfälle: Eines der Krankenhäuser von Chandigarh, wie alle öffentlichen Gebäude im Fünfziger-Jahre-Stil und in Sichtbeton-Bauweise errichtet.

Foto: Philipp Lustenberger
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Grün auf Grau: Der zentrale Marktplatz in Sektor 17. In die Läden der Shoppingmalls haben sich amerikanische und europäische Modedesigner eingemietet.

Foto: Philipp Lustenberger
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Regierungsviertel von Chandigarh: Das Parlamentsgebäude wurde zwischen 1952 und 1962 erbaut. Es ist Teil des sogenannten Kapitols in Sektor 1 der Stadt. Das "Hakenkreuz" in der rechten Bildhälfte hat in Indien eine andere Bedeutung als in Europa: Es ist ein Glückssymbol. Das in Europa bekanntere NS-Symbol ist um etwa 45 Grad nach links gedreht und steht im Vergleich mit dem hindustischen Symbol schräg.

Foto: Philipp Lustenberger
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Menschen aus Stein: Diese Figuren sind Kunstwerke, die aus dem Abfall der Gesellschaft geschaffen wurden, in diesem Fall aus Porzellan und Steingut. Sie stehen im "Rock Garden", einer Art Freiluftmuseum in Chandigarhs Sektor 1.

Foto: Philipp Lustenberger
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Offene Hand: Die "Open Hand" ist das Wahrzeichen der Stadt Chandigarh. Das Monument steht in Sektor 1, dem Regierungsviertel, zwischen den bekanntesten Gebäuden der Stadt wie dem obersten Gerichtshof und dem Parlamentsgebäude. Im Vordergrund spielen junge Männer Cricket - den Nationalsport Indiens.

Foto: Philipp Lustenberger
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Armreifenkunst: Aus zerbrochenen Glas- und Kunststoff-Armreifen sind diese Figuren im "Rock Garden" gebaut. Das Open-Air-Museum in Sektor 1 wird von vielen als bewusste Antwort auf die strenge Architektur Le Corbusiers interpretiert. Es bietet neben der Kunst aus Abfall auch künstliche Wasserfälle und schattige Wege (gesäumt von hungrigen Moskitoschwärmen) zur Erholung für die reicheren Bürger Chandigarhs.

Foto: Philipp Lustenberger
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Slumleben: Chandigarh wurde für eine Bevölkerungszahl von einer halben Millionen Menschen gebaut. Heute leben offiziellen Schätzungen zufolge 1,2 Millionen in der Stadt. An den Stadträndern haben sich illegale Slums und legale "Kolonien" gebildet - in Blechhütten leben dort die Ärmsten der Armen, von denen sich viele ihren Unterhalt als Rikschafahrer verdienen. Rikschas sind das übliche Verkehrsmittel, um kurze Entfernungen zu bewältigen.

Foto: Philipp Lustenberger
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Cricket: Auf den freien Flächen zwischen den Regierungsgebäuden in Sektor 1 spielen Jugendliche das Nationalspiel Cricket. Im Hintergrund: Die Silhouette des Parlamentsgebäudes.

Foto: Philipp Lustenberger
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Rasterplan: Auf dem Satellitenbild von Google Earth ist das geometrische Raster der geplanten Stadt Chandigarh deutlich zu erkennen.

Foto: Google Earth/DigitalGlobe
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Aufriss: Der finale Plan für die erste Bauphase der nordindische Stadt Chandigarh zeigt deutlich die von Le Corbusier beabsichtigte Aufteilung der Stadt in Sektoren. Rot eingezeichnet ist das ausgefeilte Straßensystem. 150.000 Menschen sollten hier zunächst leben.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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Reihenhäuser: Am Fuße des Himalaya bauten Le Corbusier und sein Team die nagelneue Verwaltungsstadt Chandigarh - inklusive Reihenhäusern.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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Kuhherde vor Neubau: Die nordindische Stadt Chandigarh entstand in den fünfziger Jahren am Fuß des Himalaya. Bevor die heutige Millionenmetropole gebaut wurde, gab es dort ein kleines Dorf, Weiden und Landwirtschaft. Die Rinder ließen sich von den riesigen Bauten nicht beeindruckt.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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Neubauten: Zweistöckig, wabenförmig und mit viel Beton - das Stadtbild Chandigarhs ist geprägt von Fünfziger-Jahre-Bauten im Bauhaus-Stil.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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Schlichte, klare Formen: Die Häuserzeilen der nordindische Stadt Chandigarh entstanden in den fünfziger Jahren am Reißbrett - nach Entwürfen des Teams um den Architekten Le Corbusier.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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Mittagspause: Eine indische Familie sitzt vor einem gerade fertiggestellten Neubau in Chandigarh. Die Stadt entstand in den fünfziger Jahren in einer Ebene am Fuß des Himalaya.

Foto: Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung
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