Argentinien Kirchners Angst vor Gläubigern
Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner streitet seit Jahren mit privaten Gläubigern aus dem Ausland. So besteht der Hedgefonds um den US-Milliardär Paul Singer auf der Rückzahlung des 2001 geliehenen Geldes.
So wird Kirchner dieses Mal nicht in der Regierungsmaschine Tango 01 auf Auslandsreise gehen - sie hat Angst, dass die Gläubiger die Pfändung des Flugzeugs beantragen könnten. In den vergangenen Jahren ist die Regierung bereits mehrfach knapp der Pfändung der Maschine entgangen.
Über die Jahre hat Milliardär Singer keine Mittel gescheut, um seinen Anspruch gegen Argentinien geltend zu machen. Er wollte Botschaftsgebäude und Museumsbestände pfänden lassen.
Im Oktober konnte der Hedgefonds das Segelschulschiff der argentinischen Marine in Ghana festsetzen lassen, den Dreimaster "Libertad".
Die ghanaische Justiz beschlagnahmte das Schiff. Doch der Internationale Seegerichtshof in Hamburg urteilte Mitte Dezember, die "Libertad" müsse freigegeben werden - Kriegsschiffe unterlägen nach internationalem Recht der Immunität.
Cristina Fernández de Kirchner regiert Argentinien seit 2007. Immer wieder muss sie bei Auslandsreisen die Gerichtsvollzieher fürchten.
Bei ihrem Besuch der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2010 sollten Exponate gepfändet werden - doch die Argentinier waren gut vorbereitet. Sie konnten Urkunden vorlegen, die bewiesen, dass die Objekte nicht der Republik Argentinien gehörten. Hier ein Bild von Kirchner bei der Buchmesse - mit Außenminister Guido Westerwelle, Buchmessendirektor Jürgen Boos, der argentinischen Botschafterin Magdalena Faillace und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (v.l.).