Arisierungen - DER SPIEGEL
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Arisierungen Lili und die Kaufhauskönige

Jeder kennt Hertie und Kaufhof - den Namen Wronker dagegen kaum jemand. Dabei waren die Wronkers einst die Warenhauskönige in Deutschlands Süden. Dann kamen die Nazis und "arisierten" die Warenhauskette, Gründer Hermann Wronker starb in Auschwitz. Wiedergutmachung erhoffen die überlebenden Erben bis heute vergeblich.
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Das Warenhaus Wronker in Frankfurt: Das 1891 gegründete Warenhaus der Familie Wronker nannte sich zunächst "Kurz-, Weiß- und Wollwaren Wronker", die Adresse war Zeil 14/16. 1896 wurde das Haus Hasengasse 17 erworben, später um das Haus Nr. 15 erweitert. 1897 brannte der Komplex bis auf die Grundmauern ab. Es folgte ein Neubau auf dem Grundstück Zeil 97, wenig später zusätzlich Zeil 101-105 und Holzgraben 6-10, ab 1926 auch Zeil 99. Das Warenhaus Wronker war über Jahrzehnte hinweg das größte Kaufhaus in Frankfurt am Main.

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Porträtfoto des Warenhaus-Gründers Hermann Wronker, geboren 1867, der 1942 im KZ Auschwitz ermordet wurde

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Porträtfoto von Ida Wronker, geboren 1871 in Birnbaum, der Ehefrau des Warenhaus-Gründers Hermann Wronker. Ida Wronker wurde 1942 im KZ Auschwitz ermordet.

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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In diesem Haus in Birnbaum wurde Ida Friedeberg, die spätere Ehefrau von Hermann Wronker, im Jahre 1871 geboren

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Das Geburtshaus von Ida Wronker (1871-1942) im Jahre 2003

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Jüdischer Friedhof in Birnbaum, 1936: Auf dem Bild sind die Gräber einiger Mitglieder der Familie Tietz zu sehen, die auf dem Jüdischen Friedhof in Birnbaum bestattet wurden. Es handelt sich um die Familie von Hermann Tietz, dem Gründer der Warenhaus-Dynastie ("Hertie", "Kaufhof").

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius (Fotograf: Hermann Wronker)
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Auf dem Bild sind die letzten Spuren des Jüdischen Friedhofs in Birnbaum zu sehen. Dieser Friedhof wurde von den Polen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingeebnet. Die Grabsteine wurden für den Straßenbau verwendet, auf dem Gelände des Friedhofs befinden sich seither Wohnhäuser.

Foto: Stefan Appelius/Dr. Stefan Appelius
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Das Foto zeigt Max Wronker (1892-1966) als deutschen Offizier im Ersten Weltkrieg

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Max Wronker erhielt noch 1934 im Pariser Exil das von Reichspräsident Hindenburg gestiftete "Ehrenkreuz für Frontkämpfer"

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Porträtfoto von Max Wronker, geboren 1892 in Frankfurt am Main. Der Sohn von Hermann Wronker war von 1931 bis 1933 Generaldirektor der "Hermann Wronker AG" Warenhäuser. Er emigrierte 1933 nach Frankreich und starb, völlig verarmt, 1966 in New York.

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Porträtfoto von Lili Wronker, geboren 1924 in Berlin

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?