Arjen Robben: Aus Trauma mach Traum - DER SPIEGEL
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Arjen Robben Aus Trauma mach Traum

Oft versucht und oft gescheitert: Das Trauma von Arjen Robben scheint beendet. Immer wieder versagte er, als es darauf ankam. Auch dieses Mal - zunächst. Das Ende einer ganz persönlichen Leidenszeit.
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Endlich am Ziel: Arjen Robben hält die Champions-League-Trophäe in seinen Händen. Der Weg zum ersten internationalen Titel war weit und hart, über die Jahre konnte sogar der Eindruck entstehen, Robben sei zum Verlieren verdammt.

Foto: Alex Livesey/ Getty Images
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Zu oft hatte Robben in wichtigen Spielen schon gepatzt. Im April 2012 hätte der Holländer die Meisterschaft noch einmal spannend machen können. Er nahm er sich beim Stand von 1:0 für Dortmund den Ball zum Elfmeter - und vergab.

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Bayern verlor dadurch das Spiel, es war der entscheidende Rückschlag im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Dortmund gewann den Titel.

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Nur wenige Wochen später stand er Roman Weidenfeller im DFB-Pokal-Finale erneut vom Elfmeterpunkt aus gegenüber. Diesmal gewann er das persönliche Duell mit dem BVB-Keeper.

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Doch die Freude hielt nur kurz, Dortmund demütigte die Bayern mit 5:2.

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Eine weitere Woche später war die Niederlage im Pokalfinale vergessen, die Münchner hatten die Chance, einen weitaus bedeutenderen Titel zu gewinnen: die Champions League vor heimischem Publikum. Der FC Bayern ging dank Thomas Müller 1:0 gegen Chelsea in Führung, dann glichen die Londoner in letzter Minute aus. Doch Robben konnte die Partie in der Verlängerung entscheiden, wenn, ja wenn er den Elfmeter gegen Petr Cech verwandelt hätte.

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Doch er scheiterte. Wieder. Chelsea gewann das Elfmeterschießen, in dem Robben nicht antrat - und entriss den Münchnern den sicher geglaubten Titel

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Robben wurde neben Bastian Schweinsteiger, der im Elfmeterschießen den entscheidenden Schuss an den Pfosten setzte, zur tragischen Figur des Abends.

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Auch im Endspiel 2013 scheiterte Robben mehrfach. Zunächst gleich zweimal an BVB-Torwart Weidenfeller...

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... dann klärte Neven Subotic vor dem einschussbereiten Flügelstürmer spektakulär auf der Linie.

Foto: Friso Gentsch/ dpa
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Doch Robben gab nicht auf und versuchte es weiter. In der 89. Minute wurde er dann belohnt. Er tauchte erneut vor Weidenfeller auf, nahm den Pass von Ribéry an, legte sich den Ball vor und schob ihn am Keeper vorbei.

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Der Ball kullerte gegen die Laufrichtung Weidenfellers in der Mitte des Tores über die Linie. Danach war der Niederländer nicht mehr zu halten. Die gesamte Last der letzten Jahre schien von ihm abzufallen.

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Am Ende hatte er ihn in der Hand: Den Pokal, den schon so viele andere vor ihm in die Höhe rissen. Für Robben war es das erste Mal.

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Eingenetzt: Der "Henkelpott" blieb nicht das einzige Andenken an den bisher größten Triumph seiner Karriere. Auch ein Stück Netz aus dem Tor, in das er den entscheidenden Ball versenkte hatte, nahm Robben mit nach Hause.

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP
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