Arktis Die große Schmelze
Vom Tripol zum Dipol: In den Jahren 1986 bis 1991 (links) herrschte ein herbst- und winterliches Luftdruckmuster vor, das Meteorologen als dreipolig beschreiben mit Island-Tief, Azoren- und Subtropen-Hoch. Winde wehen dann entlang der Breitenkreise. 2001 bis 2006 (rechts) haben sich Island-Tief und Azoren-Hoch immer weiter nordostwärts verschoben. Aus dem Tri- ist ein Dipol geworden, die Luft strömt entlang der Längenkreise und befördert Wärme aus tieferen Breiten in die Arktis.
Arktis-Eispanzer: Die Temperaturen steigen am Nordpol doppelt so schnell wie im globalen Mittel. Bedrohlich ist, dass auch die alten, dicken Eisschichten dramatisch abgenommen haben.
Eisschwund: Das arktische Eismaximum im Jahr 2003
Eisschwund: Das arktische Eismaximum im Jahr 2005
Eisschwund: Das arktische Eismaximum im Jahr 2007
Eisschwund in den letzten 30 Jahren: Rekonstruktionen der Eisflächen im September 1979 (oben) und September 2005
Große Schmelze: Die Karte zeigt das Eismaximum der Arktis im Durchschnitt über die letzten 28 Jahre (goldene Linie) und das Maximum im Jahr 2006, als es so gering war, wie noch nie zuvor gemessen (rote Linie).
Minusrekord: Im Jahr 2007 war die Nordwest-Passage (gelbe Linie) vollständig eisfrei. Auch die Nordost-Passage entlang der sibirischen Küste (blaue Linie) war bis auf ein kurzes Stück schiffbar.