Arktis Die große Schmelze
Eisberge vor der Küste von Grönland: Die Arktis gilt als einer der Hotspots des Klimawandels. Kaum irgendwo sonst schreitet die Erwärmung so rapide voran wie im hohen Norden. Jetzt haben Forscher neue Messdaten zur Entwicklung der arktischen Eisbedeckung vorgelegt - und die Daten sind alles andere als beruhigend.
Schmelzwassersee auf dem Humboldt-Gletscher in Grönland: Glaziologen gehen davon aus, dass die riesigen Gletscher auf der Insel jedes jahr zwischen 130 und 170 Kubikkilometer Eis verlieren.
Helheim-Gletscher in Grönland: Vor allem schnell fließende Gletscher verlieren massiv an Eis. Forscher konnten zeigen, dass sich der Effekt von den Gletscherzungen zum Teil auch weit ins Landesinnere fortsetzt.
Twin-Gletscher in Grönland: Fast alle eisbedeckten Küstenregionen Grönlands, vor allem der Südosten und der Nordwesten, sind vom Eisschwund betroffen.
Helheim-Gletscher in Grönland: "Der grönländische Eisschild ist, genau wie einige Regionen in der Antarktis, ein erwachender Riese. In den kommenden Jahrhunderten wird er für einen bedeutsamen Anstieg des weltweiten Meeresspiegels sorgen", warnte der dänische Glaziologe Andreas Peter Ahlstrøm im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.
Helheim-Gletscher in Grönland: Messungen zeigen zusätzlichen Schnee in der Mitte der Eiskappe. Aber dadurch, dass das Eis immer schneller schmilzt und immer mehr Eisberge abbrechen, wird dieses Plus mehr als aufgefressen, glauben Forscher.
Eisberg vor Grönland: Das Nordpolarmeer wird nach Einschätzung der britischen Wissenschaftler schon innerhalb der nächsten zehn Jahre während der Sommermonate nahezu eisfrei sein. Eisberge wird es natürlich trotzdem noch geben.
Kanadische Artkis im Satellitenbild: Die eisfreien Gewässer der Arktis sind im Prinzip auch für Schiffahrtsunternehmen interessant, die sich Abkürzungen zwischen Europa und Asien versprechen.