PR für Syriens Machthaber Assad in Hochglanz
Im PR-Sog des Diktators: ABC-Moderatorin Barbara Walters interviewte Baschar al-Assad im Dezember 2011. Danach schwärme die amerikanische Talk-Queen, Assad sei ja nur "ein versehentlicher Diktator" und "ein freundlicher Augenarzt".
Baschar und Asma al-Assad in Paris (im Juli 2008): Syriens Präsident beauftragte Profis, um sein Image in den USA zu steuern. Allen voran Brown Lloyd James (BLJ), eine US-britische PR-Agentur, die auch für IBM und den TV-Sender al-Dschasira arbeitete.
Insbesondere Asma al-Assad wurde in den USA in schmeichelhaftes Licht gerückt: In der "Vogue" erschient eine ehrfürchtige Reportage über Syriens First Lady.
Die Geschichte in dem US-Modemagazin hieß "Eine Rose in der Wüste" und erschien im Februar 2011, also kurz nach Beginn des Aufstands. Im April 2012 lässt sich das Ehepaar Assad inmitten von Anhängern beim Packen von Care-Paketen fotografieren.
Auch die politisch sonst so progressive US-Website "Huffington Post" brachte im Juni 2010 unter dem Titel "Asma al-Assad: Syriens First Lady und natürliche Schönheit" eine Glamour-Fotogalerie, die noch im März dieses Jahres aktualisiert wurde und auch weiter online ist.
Peinlich für die Assads war die Veröffentlichung privater E-Mails durch den britischen "Guardian" im März. Asma al-Assad (hier in Wien) interessierte sich bei ihren Online-Shopping-Touren demnach besonders für Luxusprodukte und feilschte eifrig um Rabatte. Unter anderem ließ sie in London eine Ming-Vase im Kaufhaus Harrod's kaufen.