Utopischer Atlas Pussy grenzt an Queen
Zwischen Pelzjägern und Hausangestellten liegen die USA als Superland: Motiv aus Yanko Tsvetkovs "Atlas der Vorurteile". In den illustrierten Weltkarten hat Tsvetkov die Ländernamen ausradiert und durch stereotype Begriffe ersetzt.
Europa aus der Sicht der Zukunft: Deutschland und Frankreich haben sich längst zu einem großen Ganzen zusammengeschlossen - Merkelreich.
Wie denkt der Vatikan über Europa? Island ist die Hölle auf Erden und Spanien zählt als heiliges Land unter schwuler Besatzung.
Wie stellen sich homosexuelle Männer Europa vor? Als Konglomerat aus gehypten Sängern, niedlichen Schwulenfeinden und schrottiger Tanzmusik.
Island ist Großbritanniens Las Vegas. Und gebräunte Männer gibt es in Italien. Yeeha.
Knauserige Arbeitstiere gibt es nur im Norden. Europa aus der Perspektive von Griechenland.
Wie blickt Deutschland auf Europa? Russland ist auf jeden Fall ein riesiger Gasspeicher.
Männer, die kleiner sind als ich, gibt es nur in Asien, denkt sich Italiens ehemaliger Ministerpräsident Silvio Berlusconi.
In welchen Ländern könnte es Ärger geben? Doch nicht bei uns, in der Heimat der Tapferen. Nach der Ansicht von Tsvetkov verorten die USA Diktaturen in Afrika und Asien und Ärger in Südamerika.
Yoga gibt es in Indien und Sexsklaven in Thailand. Mit seinem Atlas zeichnet Designer Tsvetkov ein Klischeebild der Welt.
Der Arabische Frühling I: 2011 ist Ägypten ein Land der Hipster.
Der Arabische Frühling II: 2012 bezeichnet Tsvetkov das Land am Nil nur noch als Militärdemokratie.