Atom-Ruine Kämpfe an allen Fronten
Demonstrationen an der Grenze zur 20-km-Sperrzone: Auf den Tag drei Monate nach Beginn der Dreifach-Katastrophe aus Erdbeben, Jahrhundert-Tsunami und Atomunfall gingen in mehreren Städten Japans Zehntausende Menschen auf die Straße, um für eine Energiewende zu demonstrieren.
Anti-Atomkraft-Demonstranten: Nach Einschätzung des Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion, Volker Kauder, hat in Japan "ein erstes Nachdenken in der Energiepolitik eingesetzt".
Allein in der Hauptstadt Tokio demonstrierten rund 10.000 Menschen am Samstag gegen die Atompolitik des Landes.
Gedenkminute vor dem zerstörten Rathaus in Minamisanriku, in der Präfektur Miyagi: Auch drei Monate nach Beginn der Katastrophe leben noch immer mehr als 90.000 Menschen in Notlagern.
Zwar kommt der Wiederaufbau voran, dennoch werden noch Tausende weitere Behelfsunterkünfte für die Opfer benötigt.
Fast 120.000 Menschen in den mit am schwersten betroffenen Provinzen Miyagi, Iwate und Fukushima haben in Folge der Katastrophe ihren Arbeitsplatz verloren. Bisher sind rund 15.400 Tote geborgen worden, etwa 8100 Menschen gelten laut Medien weiter als vermisst.
Arbeiter auf der Atom-Ruine Fukushima I: Die Reparaturtrupps kämpfen weiter gegen Millionen Liter verseuchten Wassers, mit dem die Reaktoren gekühlt werden sollen.
Mit Hilfe einer Dekontaminierungsanlage sollen die in der Atomanlage derzeit schwappenden Massen an hochgradig radioaktivem Wasser recycelt werden, um es zur Kühlung der Reaktoren einzusetzen.
Trümmer auf dem AKW: Bis das AKW wieder vollständig unter Kontrolle ist, wird es vermutlich noch Monate dauern.
Anlage zur Dekontaminierung des radioaktiven Wassers: Technische Probleme verzögerten die Inbetriebnahme.