Atomare Bedrohung im Kalten Krieg - DER SPIEGEL
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Atomare Bedrohung im Kalten Krieg Radioaktivität? Bitte Schirm aufspannen!

Wettrüsten und Supergau: Karl Wilhelm Meier musste sich der atomaren Bedrohung mit nur drei Waffen entgegenstellen - Aktentasche, Plastikplane und Regenschirm.
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Atomschutz: Deutsche Soldaten in Schutzkleidung warten während einer Nato-Übung zum Umgang mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahren auf ihren Einsatz. In den fünfziger und sechziger Jahren erhielten Bundeswehrsoldaten lediglich eine ABC-Schutzplane, die sie vor einer atomaren Verseuchung schützen sollte.

Foto: dpa
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Checkpoint Charlie: Amerikanische Soldaten auf einem Dach in der Nähe des Checkpoint Charlie am 29. Oktober 1961. In der Zeit des Kalten Krieges beäugten sich Ost und West mit wachsendem Misstrauen. Es herrschte die ständige Angst vor einem Erstschlag der anderen Seite, der möglicherweise mit Atomwaffen stattfinden könnte.

Foto: AP
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Schlafgelegenheit: Vor allem in den sechziger Jahren wurden überall in Deutschland Bunker gebaut, oder bereits vorhandene Tiefgaragen, U-Bahnschächte und aus demKrieg übrig gebliebene Luftschutzräume für den Atomschlag ausgebaut. Hierher sollte sich die Bevölkerung im Ernstfall zurückziehen. Im Bild sieht man den Schlafraum eines unterirdschen Bunkers am Hamburger Hauptbahnhof.

Foto: Ulrich Alexis Christiansen
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Hattu Atomkraft...: In den Siebzigern begann zwar die atomare Bedrohung durch die Rüstungsbegrenzung schrittweise abzunehmen, dafür tauchte aber eine neue Bedrohung auf: Kernkraftwerke. Viele Menschen waren verunsichert, konnten sich zwar dem klaren "Ja" der Befürworter nicht anschließen, aber auch nicht den Atomkraftgegnern, die häufig aus der alternativen Szene kamen. Wie diese Demonstranten, die am 12. März 1977 gegen das geplante Atommüll-Endlager in Gorleben protestierten.

Foto: AP
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SPIEGEL-Titel 15/1979: Auch der SPIEGEL beschäftigte sich immer wieder mit der Bedrohung, die von Atomkraftwerken ausging. Auf diesem Titel von 1979 beschwor das Magazin beispielsweise nach der Beinahe-Katastrophe im US-Reaktor Harrisburg in den USA den "Alptraum Atonmkraft" herauf.

Foto: DER SPIEGEL
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Pripjat bei Tschernobyl: Mit dem atomaren GAU in Tschernobyl im April 1986 wurde die Bedrohung real. Die ukrainische Stadt Pripjat etwa, hinter der sich drohend der Reaktor von Tschernobyl am Horizont abzeichnet, hatte einst 45.000 Bewohner. Heute ist sie verlassen und wird auch die nächsten Jahrhunderte nicht bewohnbar sein.

Foto: Getty Images
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Tschernobyl-Graffiti: In Westdeutschland hatte nach Tschernobyl die Angst um sich gegriffen. "Oh Gott, es regnet", hat ein Sprayer im Mai 1986 an die Wand dieses Hauses im hessischen Eppertshausen geschrieben. Bodenproben ergaben deutlich erhöhte radioaktive Werte nach Regenfällen. Mit dem Wind zog die radioaktive Strahlung über große Teile Mittel- und Osteuropas in Richtung Skandinavien. Ohne Schirm wollte nun niemand mehr durch den Regen laufen.

Foto: AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?