Atomprotest 50.000 gegen den Castor
Größte Anti-Atom-Bewegung in der Geschichte des Wendlands: Nach Angaben der Veranstalter versammelten sich am Samstag 50.000 Demonstranten im niedersächsischen Dannenberg, um gegen den Castor-Transport zu protestieren. Die Polizei bestätigte die Angaben zunächst nicht.
Der umstrittene Castor-Transport war am Freitagmittag im französischen Valognes gestartet. Sein Ziel ist das Endlager Gorleben. Am Samstagnachmittag überquerte er die deutsch-französische Grenze.
Schriller Protest: Eine Demonstrantin in Dannenberg
Proteste auf den Bahngleisen in Berg, direkt hinter der französischen Grenze: Mehrere hundert Kernkraftgegner besetzten die Gleise und wollten so die Durchfahrt des Castor-Zugs am Samstagnachmittag blockieren.
Kilometerlange Kolonne: Hunderte von Treckern fahren am Samstag im niedersächsischen Klein Gusborn (Landkreis Lüchow-Dannenberg) auf einer Demonstration gegen den Castor-Transport zur Großkundgebung.
Prominenter Protestler: Linken-Fraktionschef Gregor Gysi steuert einen Trecker.
Auch die Grünen-Spitzenpolitiker Claudia Roth und Cem Özdemir nehmen an der Großdemo im Wendland teil. Roth attackierte die Regierung erneut scharf: Es sei "zynisch und eine Provokation der Bevölkerung, dass die Laufzeiten für die Atomkraftwerke weiter verlängert werden und das Endlager Gorleben weiter gebaut wird".
Kernkraftgegner im südpfälzischen Berg
Einsatzkräfte der Polizei tragen Demonstranten von besetzten Bahngleisen.
Ein Demonstrant mit Schutzanzug und symbolischen Atomfässern in Berg nahe der französischen Grenze: Der Castor-Zug soll eine Strecke von etwa 1500 Kilometern zurücklegen.
16.500 Beamte sind im Einsatz.