Attentat in Bonn Als Gaddafis Killer in Deutschland mordeten
Putschist feiert Putsch: Gaddafi am 1. September 1987 in Tripolis während der Feierlichkeiten zum 18. Jahrestag der Revolution. Seit 41 Jahren lang herrscht Gaddafi in Libyen.
Mordopfer: Der Libyer Dschibril al-Dinali, ehemaliger Polizeibeamter und Regimegegner, wurde am 6. April 1985 auf offener Straße mitten in der Bonner Innenstadt hingerichtet. Die tödliche Kugel hatte Dinali in den Kopf getroffen, er war auf der Stelle tot.
Festnahme am Tatort: Der Attentäter Fatahi al-Tarhoni wurde nach dem Mord an Dinali sofort festgenommen - von einem Polizeibeamten, der zufällig in der Nähe war. Tarhoni wurde nach sieben Verhandlungstagen zu lebenslanger Haft verurteilt.
Im November 1985 berichtete der SPIEGEL über den Fall, lesen Sie
hier den Artikel "Heimatlose Hunde"
.
Muammar al-Gaddafi, Staatsoberhaupt von Libyen, während einer Pressekonferenz am 20. Dezember 1984 in Palma de Mallorca. In jenem Jahr hatten Mitglieder der militanten Opposition "Nationale Front zur Rettung Libyens" das Hauptquartier des selbsternannten Revolutionsführers in Tripolis angegriffen. Daraufhin rief Gaddafi dazu auf, alle Konterrevolutionäre und "heimatlosen Hunde zu Tode" zu hetzen.
Gaddafi mit Anhängern: 1969 hatte der Beduinensohn Gaddafi, zweiter von links 1973 in der Libyschen Wüste, mit seinem "Bund freier Offiziere" König Idris gestürzt. Nach dem Putsch übernahm er die Führung des Landes. Eine grausame Militärdiktatur begann.
Straßenkrieg: Auch im Nachbarstaat Ägypten gingen die Menschen auf die Straße und forderten den Sturz Gaddafis, hier am 25. Februar 2011 auf dem Tahrir-Platz in der Hauptstadt Kairo. Mindestens 400 Menschen kamen bei den Ausschreitungen ums Leben.
Volksaufstand: Libyer protestieren am 26. Febraur 2011 in der Hafenstadt Tobruk gegen Gaddafis Regime.