Audi e-tron Die Spannung steigt
Mit seinem ersten Elektroauto will Audi möglichst viele Menschen ansprechen. Deshalb haben die Bayern eine populäre Form gewählt: ein großes SUV.
Der e-tron ist nach Jaguar iPace und Mercedes EQ C der dritte Tesla-Jäger der sogenannten Premiumhersteller. Er startet zum Jahreswechsel für einen Preis von etwa 80.000 Euro.
Bei 4,90 Metern Länge und knapp drei Metern Radstand bietet der e-Tron reichlich Raum auf allen Plätzen und fast 1800 Liter Kofferraum mit umgeklappter Rückbank.
Die Fahrleistungen liegen auf dem Niveau der Konkurrenz: Von 0 auf 100 in weniger als sechs Sekunden. Bei 200 Km/h wird elektronisch abgeriegelt.
Ein Entwickler erläutert bei Testfahrten den Antrieb: Vorne und hinten hat der e-tron je einen E-Motor mit zusammen 300 kW, dazwischen einen Akku von 95 kWh.
Das Cockpit erinnert mit seinen großen Displays an Q8 und Co., ist nur cooler beleuchtet.
Der markante Schaltknauf im e-tron hat etwas von einem Schubhebel im Raumschiff, der Mitteltunnel wird zu einer riesigen Ablage.
Statt Außenspiegeln hat der e-tron erstmals Kameras, deren Bild auf kleinen Displays angezeigt wird. Das ist gut für den Cw-Wert, also die Windschlüpfrigkeit, und damit die Reichweite.
Im Fond bietet der e-tron besonders viel Platz - auch, weil er keinen Mitteltunnel mehr für die Kardanwelle des Allradantriebs braucht.
Die Revolution bleibt insgesamt aber aus. Denn Audi will nicht nur die Avantgarde erobern, sondern möglichst viele Bestandskunden mit auf die Reise in die Elektro-Zukunft nehmen.