Auf Tour mit Bob Marley - DER SPIEGEL
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Im Tourbus mit Bob Marley Kiffen und kicken

Kicken, kiffen und Konzerte! 1976 tourte Bob Marley erstmals durch Deutschland. Ständig an seiner Seite: Teja Schwaner. Zum 30. Todestag der Reggae-Legende erinnert sich der Musikjournalist an Bibelstunden im Tourbus, Fußball im Hotelgarten - und eine Offenbarung in Marleys Hotelzimmer.
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Der Journalist und die Legende: Teja Schwaner traf Bob Marley 1976 im Münchener Schlosshotel Monrepos zum Interview. Seine erste Frage lautete, was er von Deutschland wisse. Marleys Antwort: "Hitler, Müller, Beckenbauer."

Foto: Teja Schwaner
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Auf Friedensmission: Bob Marley auf einem Konzert am 4. Juli 1980 in Paris. Die Geste mit den drei Fingern bedeutet, dass man Gott, seine Mitmenschen und sich selbst achten soll.

Foto: AP
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"90 Prozent der Zeit bekifft": Für Rastas gilt Gras als das "Heilkraut der Völker". Auch bei Bob Marley gehörte es zum Leben, zur Musik und zu seinem Glauben.

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"Marley spielte wie ein Wiesel": Bob Marley schwärmte für Pelé und wäre gern selbst Profi-Fußballer geworden. Wenn er keine Musik machte, kickte er - hier im Mai 1977 Fußball auf einem Platz in Paris.

Foto: AP
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Auf Jamaika: In seiner Heimat joggte Bob Marley am Strand. Doch auch auf Tour ging er regelmäßig Laufen. 1980 brach er beim Training im New Yorker Central Park zusammen: Die Ärzte diagnostizierten Krebs.

1973 am Strand von Hellshire, Jamaika.

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"Eine chemische Verbindung": 1975 sah Teja Schwaner die Reggae-Legende Bob Marley das erste Mal live. Von der ersten Sekunde des Konzerts an, nahm ihn die Ausstrahlung des Musikers gefangen.

Der Reggae-Sänger etwa 1976 bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Massachusetts.

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Rastaglaube und Riesenjoints: Auf Tour hatten Bob Marley und seine Wailers immer Gras dabei - und kamen deswegen immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Am 6. April 1977 musste Marley sich in London deswegen vor Gericht verantworten - er wurde zu einer Geldstrafe von 50 Pfund verurteilt.

Foto: Getty Images
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"Die Seele aus dem Leib gespielt": 1980 kam Bob Marley ein weiteres Mal nach Deutschland. Die letzte Deutschland-Tour kurz vor seinem Tod gilt als legendär.

Foto: Keystone/ Getty Images
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"All the way from Trenchtown, Jamaika": Bob Marley bei einem Konzert am 3. Juli 1980 in Frankreich. In den siebziger Jahren wurde der Reggae-Sänger international bekannt und sein Album "Rastaman Vibration" landete 1976, als Marley durch Deutschland tourte, auf Platz eins der US-Charts.

Foto: AP
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Sanfte Revolution: Bob Marley rief zeit seines Leben in seiner Musik und in Interviews zu Einigkeit und zum Widerstand gegen die Unterdrückung auf.

1976 im Gespräch mit Teja Schwaner antwortete er auf die Frage, für wen er sich Einigkeit wünsche: "Meine Mutter ist Afrikanerin, mein Vater ist Engländer. Wie kann ich da auf der Seite der Schwarzen sein oder auf der Seite der Weißen? Ich bin auf der Seite der Einheit. Ich bin auf der Seite der Wahrheit."

Foto: Teja Schwaner
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Jamaikanische Idylle: Bob Marley joggt 1973 am Strand von Hellshire im Westen von Kingston, wo er seit seinem zwölften Lebensjahr wohnte.

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Begräbnis: Eine Ehrengarde trägt am 20. Mai 1981 Bob Marleys Sarg zur National Arena in Kingston. Einige Tage nach der Trauerfeier wurde sein Leichnam in sein Heimatdorf Nine Miles überführt und dort mit einem Marihuana-Zweig, seiner roten Gibson-Gitarre und einem Ring - angeblich ein Geschenk von Haile Selassie, dem letzten Kaiser von Äthiopien - beigesetzt.

Der krebskranke Marley war bei seinem Rückflug nach Jamaika am 11. Mai 1981 bei einer Zwischenlandung auf dem Flughafen in Miami zusammengebrochen und kurz darauf im Krankenhaus gestorben.

Foto: AP
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Messias des Reggae: "Es war bestimmt nicht leicht, Bob Marley zu sein", meint Teja Schwaner, "wie sollte er all die Ansprüche seiner Fans einlösen?"

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I Shot The Sheriff: Nachdem Bob Marley auf seiner Europa-Tournee 1977 bereits in Brüssel, Paris, Den Haag und München gewesen war, kam er am 16. Mai nach Heidelberg. Weitere Stationen in Deutschland waren München und Berlin. Bei dem Konzert in der Heidelberger Rhein-Neckar-Halle nahm einestages-Leser Peter Sarowy dieses und die folgenden Fotos auf.

Foto: Peter Sarowy
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"Get Up, Stand Up": Meist spielten Bob Marley und The Wailers den legendären Song am Ende eines Konzerts. Der Song war...

Foto: Peter Sarowy
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...auch einer der letzten, den Marley je bei einem Auftritt sang: am 23. September 1980 im Stanley Theater in Pittsburgh.

Foto: Peter Sarowy
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Fight For Your Right! Das Lied "Get Up, Stand Up" wählte das Musikmagazin "Rolling Stone" 2004 zu den 500 besten Songs aller Zeiten.

Foto: Peter Sarowy
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?