Aufstand in Libyen Das letzte Gefecht
Gaddafi bei seiner Ansprache: Er wolle in Libyen als Märtyrer sterben, kündigte der Staatschef an...
...und las Passagen aus seinem verworrenen Propagandawerk, dem "Grünen Buch", vor.
Feuer in Tripolis: Der Aufstand in Libyen erreicht immer mehr Menschen. Dieses Bild, das am Sonntag nach der Ansprache von Gaddafis Sohn Saif al-Islam aufgenommen und am Dienstag veröffentlicht wurde, stammt aus einem YouTube-Video.
Die Proteste haben inzwischen weite Teile des Landes erfasst. Auch in der Hafenstadt Tobruk gibt es seit Sonntag Proteste. Demonstranten haben ein Gebäude erklommen und halten eine riesige Flagge hoch.
Ein Mann teilt seine Meinung auf einem Transparent mit.
Die Menschen demonstrieren für bessere Lebensumstände. Das libysche Gesundheitswesen ist in einem desolaten Zustand, Korruption und Vetternwirtschaft lähmen das Land. Wie in den Nachbarländern sind viele Jugendliche arbeitslos.
Weg mit Gaddafis Konterfei: In der Stadt Tobruk reißen Demonstranten am Sonntag ein Plakat der Regierung ab.
Spur der Verwüstung am Montag in Bengasi: In der Stadt im Osten des Landes waren die Unruhen zunächst am heftigsten ausgebrochen.
Protest in Bengasi: Die Demonstranten schwenken eine libysche Flagge aus der Zeit vor Gaddafi.
Niedergebranntes Gebäude in Bengasi: Nachdem die Flammen erloschen waren, schauten sich Bürger dort um. Was in dem Gebäude untergebracht war, ist nicht klar.
Noch eine Brandruine in Bengasi: Landesweit setzten Demonstranten zahlreiche Gebäude in Brand, in denen Regierungsstellen untergebracht waren.
Am Montag war in Bengasi die Feuerwehr im Einsatz: Hier soll die Luftwaffe nach Angaben des arabischen Fernsehsenders al-Dschasira Demonstranten angegriffen haben.
Demonstration für Gaddafi: Das Staatsfernsehen zeigt weiterhin Bilder von Anhängern des Staates. Ob die Aufnahmen tatsächlich von Montag stammen, wie die Reporter berichteten, ist unklar.
Militär patrouilliert in der Hauptstadt: Die Sicherheitskräfte sollen laut Augenzeugen mit brutaler Gewalt gegen die Demonstranten vorgegangen sein. TV-Sender berichteten am Montag, Kampfflugzeuge seien über Tripolis hinweggeflogen.
Brandspuren an der Halle des Volkes in Tripolis: Hier tagte bisher das Parlament mehrfach im Jahr.
Das Parlamentsgebäude war nur eines von vielen Regierungsgebäuden, die in Brand gesteckt wurden. Auch viele Polizeiwachen brannten nieder.
In unzähligen Häusern wurden Fenster zerstört.
Am Montag waren noch einige Menschen in Tripolis auf den Straßen unterwegs. Am Dienstag lagen nach Angaben von Augenzeugen in einem von Regierungsgegnern dominierten Viertel von Tripolis zahlreiche Leichen auf den Straßen.
Ein Korrespondent der BBC berichtete aus Tripolis, in der ganzen Stadt sei Militär aufgefahren. Der Morgen sei nach einer "beängstigenden Nacht" ruhig verlaufen. Die Menschen seien eingeschüchtert und blieben zu Hause. "Nachdem die Berichte von Bombardierungen die Runde gemacht haben, sind die Menschen vorsichtig."
Landung auf Malta: Zwei Piloten der libyschen Luftwaffe landeten am Montag mit ihren Maschinen auf dem Flughafen Valetta. Sie beantragten Asyl.
Die türkische Regierung sendet insgesamt fünf Schiffe nach Libyen, um ihre Landsleute nach Hause zu holen. Drei Schiffe sind bereits über das Mittelmeer unterwegs. Dieses Schiff startete am Montag in Istanbul. In Libyen sind insgesamt etwa 25.000 Türken, viele als Mitarbeiter türkischer Baufirmen.
Demonstrationen in Libyen: Menschen auf einem Lastwagen, auf dem auf Arabisch "Geh, geh, geh" und "Nieder mit dem Regime" steht. Dieses Foto wurde wie viele andere am Montag aufgenommen, aber erst am Dienstag veröffentlicht.
Der gesamte Haushalt auf einem Lastwagen: Menschen verlassen die Stadt Bengasi.
Demonstranten mit einem Plakat, auf dem sie sich gegen Vandalismus und Diebstahl aussprechen: "um Libyens willen".
Eine brennende Polizeiwache in der Stadt Tobruk. Das Bild stammt aus einem YouTube-Video und soll am Montag entstanden sein.
Muammar al-Gaddafi bei einem skurrilen Auftritt im libyschen Staatsfernsehen - mit Schirm in einem Auto sitzend. "Ich bin in Tripolis und nicht in Venezuela", betonte der Staatschef und trat damit Spekulationen entgegen, wonach er das nordafrikanische Land bereits verlassen hat.
Ein Soldat und Regimegegner posieren am frühen Dienstagmorgen vor einem Panzer in Bengasi.
Auf dem Panzer wurde ein Plakat mit Fotos von getöteten Demonstranten befestigt. Die Unruhen in Libyen sollen bereits viele Menschen das Leben gekostet haben. Allein am Montag sollen es in Bengasi rund 400, in der Hauptstadt Tripolis 150 gewesen sein.
Tripolis am Dienstagmorgen: In der Hauptstadt dauerte der Protest die ganze Nacht über an.
Feuer in Tripolis: Bei den Gefechten in der Nacht soll es viele Opfer gegeben haben. Augenzeugen berichten von Leichen auf den Straßen. Anhänger von Staatschef Muammar al-Gaddafi sollen auch auf Krankenwagen geschossen haben. Einige Demonstranten seien auf den Straßen verblutet, heißt es.
Gaddafi-Anhänger auf dem Grünen Platz in Tripolis: Das Staatsfernsehen zeigte dieses Bild am Dienstag. Es soll entstanden sein, kurz nachdem Gaddafi angekündigt hatte, im Lauf des Tages erneut vor die Kameras treten zu wollen.