Aufstand in Syrien Sicherheitskräfte erschießen Demonstranten in Hama
Videobilder zeigen Beobachter der Arabischen Liga in der Stadt Homs: Trotz ihrer Anwesenheit schießen die Sicherheitskräfte des Assad-Regimes weiter auf Demonstranten.
Die Mission habe in Homs "keine besorgniserregenden Entdeckungen gemacht", sagte der Chef der Beobachtermission Mustafa al-Dabi (Zweiter von links). Die Protesthochburg ist eine der am heftigsten umkämpften Städte Syriens.
Ein Ende der Gewalt könne erreicht werden, sagte Dabi. Regimegegner warfen den Beobachtern hingegen mangelndes Interesse vor. "Die Mission der Arabischen Liga tut nichts, um der syrischen Bevölkerung zu helfen. Jeden Tag sterben Dutzende", sagte Rami Abdel Rahman von der syrischen Menschenrechtsbeobachtungsstelle in London.
Auch an Dabi äußerten die Aktivisten Kritik: Der sudanesische General war auch im Konflikt in der sudanesischen Region Darfur im Einsatz. Da der Sudan nicht an einer Aufklärung der Vorgänge in Darfur interessiert sei und das Kriegsverbrechertribunal ablehne, sei es unwahrscheinlich, dass die Beobachter harte Maßnahmen gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad empfehlen würden, sagten sie.
Proteste in Homs: Am Dienstag trauten sich Zehntausende auf die Straßen, um gegen das Assad-Regime zu demonstrieren. Kurz vor der Ankunft der Beobachter hatte sich die Armee teilweise zurückgezogen.
Gewalt von Seiten der Opposition: Ein Demonstrant wirft eine Tränengasbombe in Richtung der Sicherheitskräfte.