Augenblick mal! Briten im Blackout - DER SPIEGEL
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Augenblick mal! Briten im Blackout

Blackout - so hieß die große Verdunkelung Großbritanniens im Zweiten Weltkrieg. Sie sollte vor Luftangriffen schützen, führte allerdings auch häufig zu Unfällen. Um solche zu verhindern, ließen sich die Briten einiges einfallen.
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Als es finster wurde im Königreich: Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs ordnete Großbritannien Verdunkelung an. Nachts sind bekanntlich alle Katzen grau. Hunde auch. Wer seinen Hund nicht anstreichen wollte, konnte ihm ein helles Cape quasi als Warnweste überziehen - hier eine Verkaufsvorführung im Jahr 1940.

Foto: IWM
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Blackout hieß die große britische Verdunkelung im Zweiten Weltkrieg. Sie sollte die Bevölkerung vor Luftangriffen schützen, führte allerdings häufig zu Unfällen. Um Kollisionen zu vermeiden, wurde die Bevölkerung kreativ. Sehen und gesehen werden, eine Idee: ein leuchtend weißer Kragen oder...

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...eine leuchtende Ansteckblume.

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Kein Witz: Wo es dunkel bleiben musste, nahm man am besten eine schwarze Glühbirne.

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Für Autoscheinwerfer gab es Abdeckungen, die das Licht nach unten lenkten.

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Viel sehen konnten Autofahrer damit nicht - aber zumindest die Fahrbahnmarkierung, die ...

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...eigens dafür quasi überall aufgebracht wurde.

Foto: The LIFE Picture Collection/Getty Images
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Diese Markierungen auf der Piccadilly in London wurden speziell für die Verdunkelung im Zweiten Weltkrieg entworfen (Foto vom Januar 1943).

Foto: Fox Photos/ Getty Images
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Dieser Polizist in Salford (Lancashire) tat im Januar 1940 gut daran, nicht übersehen zu werden. Zu seinem langen weißen Mantel trug er einen Helm mit Leuchtschild, betrieben von einer Batterie in seiner Tasche. Mit roten und grünen Handlampen lotste er Fußgänger und Autoverkehr.

Foto: Fox Photos/ Getty Images
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"Links bleiben": Bei Nacht erleichterte diese Regelung auch Fußgängern das sichere Vorankommen in der Stadt.

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Doch nicht immer waren die Gehsteige so eben wie im Londoner Stadtzentrum. Unwegsamkeiten konnte ein Fußgänger mit einem solchen Rad erspüren, das sich an die Spitze eines Gehstocks schrauben ließ.

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Um selbst gesehen zu werden, war es sinnvoll, einen mit Leuchtfarbe bemalten "Blackout"-Gehstock zu benutzen.

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Solche Stöcke gab es später auch mit einem kleinen Licht an der Spitze, das zum Ausleuchten des Fußweges genügen sollte.

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Bloß nicht danebentreten! Bemalte Stufen am Alexandra Palace in London 1939.

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Schlicht, aber wirkungsvoll: Für den Spaziergang auf einer dunklen Landstraße haben sich diese beiden ein weißes Blatt Papier auf den Rücken geheftet.

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So ging's auch: Kleidung mit Leuchtap­pli­ka­tionen aus weißem Papier.

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Weiße Regenmäntel - doppelt nützlich in England.

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Die vollständige Abdunkelung jedes Hauses wurde von zivilen Luftschutzwächtern kontrolliert.

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Weißkäppchen, selbstgestrickt (in Cheshire, Dezember 1939)

Foto: ullstein bild
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Bodypainting fürs Rindvieh: Auf dem Land wurden sogar Kühe zu Zebras umlackiert - denn sie liefen oft frei herum, und auf unbeleuchteten Straßen stieg zu Zeiten der Verdunkelung die Gefahr von Unfällen.

Foto:

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?