Ausbildung zum Clown Gekommen, um zu lachen
Anny Huber, 23, wollte eigentlich Schauspielerin werden, doch dann stieß sie auf die Clown-Akademie in Konstanz und entschied sich für einen anderen Beruf: Sie lässt sich zum Gesundheitsclown ausbilden. mehr...
In den Seminaren geht es - natürlich - lustig zu, doch so einfach ist das Clownsein nicht: Tanzen muss man können, ständig neue Ideen haben, und ein Musikinstrument zu beherschen, kann auch nicht schaden.
Anny und ihre Mitschüler haben ein klares Ziel: andere Menschen zum Lachen zu bringen. Im Seminar ist das Publikum besonders kritisch, schließlich sitzen da ebenfalls angehende Clowns.
Doch an der Akademie wird nicht nur gewitzelt und getanzt: Theoriestunden stehen ebenso auf dem Plan. Schließlich wollen die Schüler Gesundheitsclowns werden, kranke Menschen zum Lachen bringen. Dazu gehört es auch, einiges über Krankheiten zu wissen.
Ute Dinkelmann, 50, arbeitete als Sonderschullehrerin, bis sie sich zum Neustart entschied: Auch sie lässt sich zum Gesundheitsclown ausbilden. Um die Gebühren von 3410 Euro im Jahr bezahlen zu können, verkaufte sie ihr Motorrad.
Jenny Karpawitz und Udo Berenbrinker leiten die Akademie. "Eigentlich kann jeder Clown sein", sagt Berenbrinker, schränkt dann aber doch ein wenig ein: Man müsse strapazierfähig und sehr mutig sein.
Anny sagt, die Ausbildung habe sie verändert. "Man hinterfragt ständig seine Einstellung und merkt, dass wir vieles zu ernst nehmen."
Anny erfährt ständig, wie schwer Humor sein kann. Trainerin Jenny Karpawitz legt ihr einen Korb vor die Füße und sagt: "Mach was damit!" Anny macht und...
...siehe da: Als sie im Stechschritt davonstolziert, bekommt sie Applaus und schallendes Gelächter.