Unmenschlichkeit vor Gericht Die Täter bekamen ein Gesicht
Das Tor des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau aus der Perspektive bei Einfahrt in das Lager
Überlebende des KZ Auschwitz nach der Befreiung durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945
Robert Mulka meldete sich 1941 freiwilig zur SS, nachdemn die Wehrmacht ihn wegen einer Vorstrafe nicht als Offizier hatte übernehmen wollen. Er war für kurze Zeit Ausbilder an einer Pionierschule, bevor er im April 1942 Kompanieführer eines "Wachsturmbanns" im KZ Auschwitz wurde. Im März 1943 stieg er zum Adjudanten des Auschwitz-Kommandanten Rudol Höß und zum stellvertretenden Lagerleiter auf.
Robert Mulka, 1943 stellvertretender Kommandant des Vernichtungslagers Auschwitz, auf erkennungsdienstlichen Aufnahmen der Hamburger Polizei von 1962. Mulka war aufgeflogen, nachdem sein Sohn bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom eine Medaille im Segeln gewann und ein Holocaust-Überlebender beim Namen Mulka stutzig geworden war.
Vor dem Frankfurter Schwurgericht wurde ab Dezember 1963 gegen 22 ehemalige Angehörige des SS-Wachpersonals im Konzentrationslager Auschwitz verhandelt. Einer der Angeklagten war der Hamburger Kaufmann Robert Mulka, zeitweise stellvertretender Lagerkommandant von Auschwitz.