Brasilien Ausschreitungen bei Protesten
Protest in der Hauptstadt Brasília: In Brasilien sind am Montag rund 200.000 Menschen auf die Straße gegangen.
Sie protestierten gegen Misswirtschaft und Korruption im Land.
Demonstrationen gab es in vielen Städten, auch in São Paulo und Rio de Janeiro. In der brasilianischen Hauptstadt Brasília gelang es Demonstranten, Teile des Dachs des Nationalkongresses zu besetzten.
Allein in Rio demonstrierten schätzungsweise hunderttausend Menschen zunächst friedlich. Vor dem Regionalparlament kam es zu Ausschreitungen.
Polizei vor dem Regionalparlament in Rio: Vermummte versuchten, das Gebäude in Brand zu setzen.
Ausschreitungen in Rio: Auslöser der massiven Protestwelle war eine Erhöhung der Fahrpreise für Busse Anfang des Monats. Inzwischen richten sich die Proteste aber auch gegen die Milliardenausgaben für die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016.
Gewalt bei Demonstration in Rio: Hunderte Randalierer warfen Steine, rissen Absperrungen um und zündeten Feuer auf der Straße an. Ein Auto ging in Flammen auf.
Der Pate: Jose Maria Marin ist Präsident des brasilianischen Fußballverbandes CBF und steht seit jeher in der Kritik. Er gilt als Verehrer der Diktatur und wurde gefördert durch die skandalumwitterten Joao Havelange und Ricardo Teixeira.
Präsident und Präsidentin: Dilma Roussef, rechts, ist Brasiliens Staatsoberhaupt, Sepp Blatter, links, der Sonnenkönig des Fußball-Weltverbandes. Das Foto wurde während der WM-Auslosung 2011 aufgenommen und zeigt beide beim freundlichen Händeschütteln. Während der Eröffnung des Confed-Cups am Samstag bekamen beide den Unmut der Fußballfans zu spüren: Sie wurden im Stadion von Brasília ausgepfiffen.