Ausgewandert nach Sumatra Eine Reise veränderte mein Leben
Seit 20 Jahren lebt Annette Horschmann auf Sumatra. Die Frau aus dem Sauerland reiste nach dem Jurastudium an den Tobasee in Indonesien und fand dort den Mann fürs Leben. Heute leitet sie ein Hotel und verdient mehr als mancher deutsche Jurist.
Der Tobasee auf Sumatra ist der größte Kratersee der Welt. Urlauber besuchen die verträumten Dörfer. Doch es war nicht immer so idyllisch: Noch vor 100 Jahren waren viele Stämme untereinander verfeindet.
Bunte Fähre: Regelmäßig pendelt ein kleines Schiff zwischen dem Dörfchen Tuktuk auf Samosir und dem Städtchen Parapat auf dem Festland. Es legt auch an den "Tabo Cottages" von Annette Horschmann an.
Traditionelle Holzhäuser: Das Volk der Batak lebt in Holzhütten mit Zipfelmützendächern.
Skelettbauten mit gebogenen Strohdächern: Besucher erreichen die "Tabo Cottages" mit dem Schiff. Dort wo heute Hotelgäste urlauben, war früher ein Sumpfgebiet.
Zu teuer für Zelt- und Rucksacktouristen: Eine Übernachtung in den umgebauten Batak-Häusern kostet zwischen 19 und 40 Euro pro Nacht.
Kaffee und Kuchen in der Einsamkeit: Annette Horschmann eröffnete auf der Insel Samosir eine kleine deutsche Konditorei. Dort gibt es Brote und Brötchen, gebacken nach Rezepten aus der alten Heimat.
Hotelanlage: Vor allem gestresste Holländer und Deutsche buchen eine "Idylle auf Zeit" am Tobasee.
"In Deutschland bin ich nur noch Gast": Annette Horschmann hat ihren Schritt nie bereut, will mit Mann und Kindern auf Sumatra alt werden.