Ausstellung "Chromjuwelen" - DER SPIEGEL
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Ausstellung "Chromjuwelen" Legenden der Auto-Leidenschaft

In welchem Flitzer übte Niki Lauda für die Formel 1? Welchen Ferrari fuhr Steve McQueen? In welchem Cadillac wurde Marlene Dietrich zu Grabe gefahren? Eine Ausstellung zeigt spektakuläre Fahrzeuge aus einem Auto-Jahrhundert und erzählt die Geschichten zu den Modellen.
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Cadillac 5775: Groß musste er sein, dezent und leise - und vor allem hoch, damit Passagiere mit Hut beim Einsteigen keinen Bückling zu machen brauchten.

Foto: Bernhard Angerer
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Kaimann MK4 Formel-V: Das Fahrschulauto vieler späterer Formel-1-Weltmeister. Größen wie Keke Rosberg und Niki Lauda lernten das Rasen im MK4 mit der langen Schnauze und dem verwindungsresistenten Rohrrahmen.

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Jaguar Type E Coupé: Ein Sportwagen und Statussymbol, in dem nicht nur Formel-1-Weltmeister Jochen Rindt Spritztouren unternahm, sondern auch der fiktive Held Jerry Cotton. Cotton, berühmter Mafiosi-Jäger der Trivialliteratur, fuhr bis Band 2217 der Krimiserie E-Type, einen 1966er allerdings.

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Austro-Daimler ADR 11/70 HP Cabriolet Victoria: Weitgereist ist dieses Ausstellungsmodell. In den dreißiger Jahren war es Daimlers Vorführwagen, gehörte später einem Privatmann, verschwand spurlos, tauchte 1963 als Wrack wieder auf, wurde restauriert, in die USA verkauft, gewann 1988 den kalifornischen "Concours d'Elégance" - und kehrte schließlich zur Jahrtausendwende nach Europa zurück.

Foto: Bernhard Angerer
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Austro-Daimler ADR 11/70 HP Cabriolet Victoria: Weitgereist ist dieses Ausstellungsmodell. In den dreißiger Jahren war es Daimlers Vorführwagen, gehörte später einem Privatmann, verschwand spurlos, tauchte 1963 als Wrack wieder auf, wurde restauriert, in die USA verkauft, gewann 1988 den kalifornischen "Concours d'Elégance" - und kehrte schließlich zur Jahrtausendwende nach Europa zurück.

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Austro-Daimler 28/32 HP: Erzherzog Leopold Salvator, Artillerie-Generalinspektor der kaiserlichen und königlichen Armee und Verfechter der militärischen Motorisierung, benutzte diesen Wagen regelmäßig - und verschaffte dem Hersteller bedeutende Entwicklungsaufträge von der Armee.

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Bentley S2 Saloon: Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre sahen sich die Wagen der Marken Bentley und Rolls-Royces zum Verwechseln ähnlich. Dafür unterschieden sie sich in Bezug auf ihre Fahrkultur umso mehr: Wer im Rolls-Royces saß, herrschte - und ließ sich chauffieren. Bentley-Besitzer dagegen galten als sportiv und fuhren selbst.

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Cadillac Fleetwood Series 75 Commerce: Wenn schon alles Irdische den gleichen Weg gehen muss, wird dieser doch von manchem gefahren. In Cadillacs chromschwarzem Leichenwagen traten viele Prominente ihre letzte Reise an - zum Beispiel die Dietrich, die Knef, Reichstagspräsident Paul Löbe und der am 2. Juni 1967 bei einer Demonstration erschossene Student Benno Ohnesorg.

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Ferrari 250GT: Bei Pininfarina entworfen, bei Scaglietti gefertigt - von der silbern blitzenden Edelkarosse gab es nur 350 Stück. Einen 250GT fuhren unter anderem der Action- und Western-Veteran Steve McQueen und der Stardirigent Herbert von Karajan.

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Mercedes 500K: Die Nachwehen der Weltwirtschaftskrise waren gerade vorbei, als Mercedes-Benz der Oberschicht den 500K präsentierte. Stolzer Preis: 22.000 bis 28.000 Reichsmark - gut das Sechseinhalb- bis Achtfache eines Mittelklassewagens.

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Steyr Typ V 12/40 HP Sport Double Phaeton: Drehzahlfest und renntechnologisch aufgemotzt war der Steyr V. Der Literat Bertolt Brecht überlebte in diesem Modell einen schweren Unfall, Graf Ladislaus von Almásy fuhr mit ihm 3075 Kilometer durch die nubische Wüste.

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Porsche 356 1300 Coupé: Der erste in Serie hergestellte Porsche wurde noch im Kärtner Gmünd gefertigt, wohin das Konstruktionsbüro gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von Stuttgart übergesiedelt war. Am 8. Juni 1948 erteilte die Kärtner Landesregierung eine Einzelgenehmigung für den ersten Prototyp - die Geburtsstunde der Sportwagenmarke Porsche. Die ersten 50 Exemplare des sogenannten Knickscheiben-Coupés wurden noch in Handarbeit hergestellt. Der 356 wurde erst 1965 von seinem Nachfolgemodell, dem 911, abgelöst.

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Porsche 911 Carrera RS 2.7: Der Sechzylinder-Boxer mit der Nummer 911 wurde innerhalb weniger Monate zur Nummer eins von Porsche, auch wenn er eigentlich einen anderen Namen kriegen sollte. 1963 wurde der Sportwagen auf der IAA noch als 901 präsentiert, aber noch bevor er in Serie gehen konnte, prozessierte Peugeot gegen die Bezeichnung und die Null fiel weg.

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Rolls-Royce Silver Ghost : Das 1907 erstmals ausgelieferte Modell Silver Ghost war von Anfang an ein Erfolg. Besonders in den USA der zwanziger Jahre ließ man sich gern in dem vornehmen Briten sehen. Daher wurde dort ein zweites Werk eröffnet, das Silver Ghosts "Made in USA" herstellte. In etwas mehr als 20 Jahren wurde der Luxuswagen, der so leise wie ein Geist war, 7876 Mal hergestellt - 1703 Stück davon in den USA. Das abgebildete Modell gehörte der Bekleidungsdynastie Barbour, von denen ein Zweig nach Florida auswanderte und den Wagen mitnahm.

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Bugatti Typ 57SC Atlantic Coupé: Als der Automobildesigner Jean Bugatti 1936 das erste Exemplar des Atlantic-Coupé formte, löste er eine ästhetische Kontroverse aus. Der Entwurf, für den der auch von Bugatti gebaute Prototyp Aérolithe Modell gestanden hatte, wurde nach dem Prototyp nur noch dreimal hergestellt. Zwei Originale haben bis heute überlebt.

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