Bootsflüchtlinge "Jeder betet, dass wir sicher ankommen"
Das vorerst letzte Unglück in einer langen Reihe: Dieses Foto, das vom Australischen Amt für Seesicherheit (AMSA) veröffentlicht wurde, zeigt ein Flüchtlingsboot, das kurz darauf sank. Das Unglück ereignete sich am 27. Juni nördlich des Osterinsel. Schätzungen zufolge waren 130 bis 150 Menschen an Bord. Allein in diesem Jahr registrierten australische Behörden mehr als 50 Boote mit insgesamt gut 4000 Flüchtlingen.
Hilfe auf hoher See: Erst am 21. Juni war ein Flüchtlingsboot im Indischen Ozean gesunken, ein herbeigeeiltes Schiff konnte einige Überlebende an Bord nehmen.
Die Überlebenden wurden auf die zu Australien gehörende Weihnachtsinsel gebracht. 110 Menschen konnten nach dem Unglück am 21. Juni gerettet werden, 90 Personen blieben vermisst. Es handelte sich bei den Menschen um Flüchtlinge aus Afghanistan.
Am 21. April wurde ein gekentertes Flüchtlingsboot an der Küste von Ostjava angespült. Indonesischen Behörden zufolge waren mehr als 70 Menschen an Bord, die meisten von ihnen Afghanen, die auf dem Weg nach Australien waren.
Diese beiden Männer aus Iran überlebten ein Schiffsunglück. Das Boot, auf dem Asylsuchende aus Afghanistan, Iran und Pakistan waren, sank Anfang November 2011 vor der indonesischen Küste. Rund 50 Überlebende wurden gefunden. Unter den Toten war mindestens ein Kind.
Die beiden aktuellen Vorfälle haben in Australien die Diskussion über den Umgang mit Flüchtlingen neu angestoßen. Premierministerin und Labor-Parteichefin Julia Gillard muss eine Lösung finden.
Der konservative Oppositionsführer Tony Abbott wettert gegen Gillard. Er will die Flüchtlinge während des Verfahrens auf der kleinen abgelegenen Pazifikinsel Nauru internieren und restriktive temporäre Visa für Flüchtlinge einführen.
Tausende Flüchtlinge versuchen jedes Jahr, mit nur notdürftig ausgerüsteten, teils kaum seetüchtigen Booten illegal nach Australien zu gelangen.
Dieses Foto von einem Flüchtlingsboot machte ein Flugzeug des australischen Grenzschutzes im September 2009.
Im Dezember 2010 starben 50 Flüchtlinge, als ihr Boot an Felsen vor der Weihnachtsinsel zerbarst. Dieses Bild aus einem Video der Nachrichtenagentur Reuters zeigt, wie Menschen in der tobenden See ums Überleben kämpften.
Im Dezember 2011 sank ein Boot rund 90 Kilometer vor Ostjava während eines schweren Sturms. Mehr als 200 Menschen wurden danach vermisst. Der Kapitän und die Crew schnappten sich Schwimmwesten und schwammen davon.