Australiens ausgestorbene Giganten - DER SPIEGEL
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Megafauna Australiens ausgestorbene Giganten

Australiens Fauna ist außergewöhnlich - aber nichts im Vergleich zu dem, was dort früher lebte. Wombats von Nashorngröße und Warane mit Tonnengewicht teilten sich die Biotope mit 500-Kilogramm-Vögeln. Und dann kam der Mensch.
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Exoten-Menagerie: Vor 50.000 Jahren war Australien noch von zahlreichen, teils spektakulären Großtieren bevölkert. Der Mensch traf auf diese Tiere - und destabilisierte deren Biotope offenbar so nachhaltig, dass er ein Massenaussterben einleitete.

Foto: Peter Trusler/ Monash University
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Megalania jagt Genyornis: Ähnliche Szenen kann man auch heute noch zwischen Waranen und Vögeln beobachten. Nur dass die dann nicht 290 Kilogramm (der Vogel) oder bis zu über eine Tonne wiegen (der Waran).

Foto: Monash University/ Peter Trusler
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Solche Tiere waren die letzten Vertreter einer australischen Megafauna, deren Vorfahren sogar noch größer waren: Dromornis stirtoni starb vor 1,8 Millionen Jahren aus - und dürfte mit seinen 500 Kilogramm der massigste Vogel gewesen sein, der jemals gelebt hat.

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Thylacoleo ähnelte äußerlich einer Raubkatze und besetzte eine entsprechende ökologische Nische, war aber ebenfalls ein Beuteltier: So groß wie ein kleines Löwenweibchen und rund 130 Kilogramm schwer dürfte er ein gefährlicher Jäger gewesen sein.

Foto: HO/ Reuters
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Doch auch der einwandernde Mensch traf auf eine Fauna, in der viele Arten in der Schwergewichts-Klasse boxten. Das Wombat Diprotodon brachte es auf zwei Meter Schulterhöhe und drei Tonnen Gewicht.

Foto: GREG WOOD/ AFP
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Das Rote Riesenkänguru ist mit bis zu 1,80 Meter Stehhöhe und 55 Kilogramm die größte überlebende Känguruart. Sein wohl sehr ähnlich aussehender Verwandter Procoptodon, der möglicherweise von einwandernden Aborigines ausgerottet wurde, brachte es auf zwei bis drei Meter Stehhöhe und über 230 Kilogramm Gewicht.

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Früher war alles größer: Das prähistorische Schnabeltier Obdurodon tharalkooschild brachte es immerhin auf gut einen Meter Größe - und knackte unter anderem Schildkröten.

Foto: Reconstruction/ Illustration by Peter Schouten
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Der Beutelwolf (auch: Tasmanischer Tiger) gehörte zu den letzten Vertretern der Beutel-Raubtiere, die die Ankunft des Menschen überlebten. Die letzten Exemplare starben in den Dreißigjahren des letzten Jahrhunderts in Gefangenschaft. 2008 gelang es, einen Teil seines Genoms zu sichern - was mittelfristig die "Wiederbelebung" der Art ermöglichen soll.

Foto: AFP/ Univ. of Melbourne
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Täter: Die ursprüngliche Kultur der Aborigines gilt als eine der am besten an Natur und Umwelt angepassten. Doch als sie vor 50.000 bis 60.000 Jahren nach Australien kamen, waren sie dort eine invasive Spezies, die das ökologische Gleichgewicht empfindlich störte - und dadurch wohl die meisten Vertreter der Megafauna zum Aussterben brachte.

Foto: DAVID GRAY/ REUTERS
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