Als Deutscher in Norwegen "Der ökologische Anstrich ist nur gute Show"
Für Sportler und Outdoor-Freaks gibt es in Norwegen zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten: Rochus Lyssy 2018 beim Segeln an der Westküste des Landes.
Rochus Lyssy lebt seit 17 Jahren in Norwegen. Der 50-Jährige kam damals als Zimmermann ins Land und machte sich zunächst mit einem Ein-Mann-Betrieb selbstständig, wechselte dann aber den Job und wurde Industriekletterer. Hier inspiziert er eine Ölplattform in der Nordsee.
Die Industriekletterer arbeiten in Dreierteams. Eine Schicht dauert zwölf Stunden. "Während der Schicht klettern wir überall dorthin, wo man sonst nicht hinkommt", sagt Rochus Lyssy.
Aber auch privat klettert Rochus Lyssy gerne - so wie hier in Vestlandet beim Eisklettern.
Der 50-Jährige Auswanderer stammt aus Bayern. Das Klettern und das Skifahren liegen ihm daher im Blut, sagt Rochus Lyssy. Und wenn es möglich ist, geht er diesen Freizeitbeschäftigungen auch in Norwegen nach.
Wenn im Sommer die Mitternachtssonne dafür sorgt, dass es nicht richtig dunkel wird, machen Klettertouren wie hier im Norden Norwegens auch abends Spaß.
Auf der Ölplattform muss Rochus Lyssy manchmal auch nachts arbeiten, der Zwölf-Stunden-Rhythmus der Schichten nimmt keine Rücksicht auf die Tageszeiten. Hier wird eine Förderplattform in der Nordsee demontiert.
Mit der Familie ist Rochus Lyssy oft am Wasser unterwegs...
...oder auch auf dem Wasser. Kajakfahren kann man in Norwegen ausgesprochen gut.
Und im Wasser lässt sich die Zeit im Sommer natürlich auch gut verbringen.
In diesem Haus in Kristiansand lebt Rochus Lyssy mit seiner Frau und den Kindern.
Beim Blick aus dem Esszimmer lässt sich erahnen, warum Norwegen so ein starkes Image als naturnahes Land hat.
Auf Bergtouren will der gebürtige Bayer nicht verzichten. Während sich Rochus Lyssy hier in Norwegen zuhause fühlt, kommt er sich in München mittlerweile "wie ein Tourist" vor.