Auswanderung in die DDR "Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin"
Familienidylle: Familie Zumpe sonntags beim Mittagessen in der Loggia. Links Reinhard, rechts Schwester Angela (Aufnahme von 1966).
Familiensonntag: Pfarrer Zumpe mit Ehefrau und Tochter. "Sonntags nach der Kirche hieß es: 'Vater erwartet euch im Arbeitszimmer', wenn wir mal wieder im Gottesdienst herumgealbert hatten", sagt Angela Zumpe (Foto von 1965).
Im Garten: Die Pfarrersfamilie Zumpe 1966. Rechts Reinhard, daneben Schwester Angela und die Mutter. Der Vater hat das Bild mit einer Super-8-Kamera aufgenommen.
Weg von Zuhause: Reinhard Zumpe im Wintergarten des elterlichen Hauses. Wenig später zieht der Bruder von Angela aus, er hat sich mit dem Vater überworfen.
Zuflucht für Flüchtlinge: Die heutige Aufnahmestelle für Asylbewerber des Landes Thüringen in Saasa. Früher wurden dort NVA-Soldaten untergebracht - und eine Zeit lang auch Flüchtlinge aus dem Westen (Filmszene aus "Transit").
Ein Heim für Fremde: Ehemaliges Aufnahmeheim in Saasa. Offen bleibt, ob Reinhard Zumpe hier schon abgelehnt und wieder zurück geschickt wurde - oder bleiben durfte (Filmszene aus "Transit").
Entflammt für die DDR: Salomea Genin (rechts) war als Siebenjährige mit ihren Eltern nach Australien geflüchtet. 1963 wurde ihrem Einreiseantrag in die DDR stattgegeben - Genin hatte seit den Weltjugendspielen 1951 für die kommunistische Idee geschwärmt.
Ansprüche kollidieren mit der Realität: Salomea Genin wurde in ihrer neuen Heimat DDR Journalistin und IM und blieb es bis 1982. Obwohl ihre Ansprüche an die sozialistische Gesellschaft mit der gelebten Realität schon in den sechziger Jahren zusehends in Widerspruch geraten waren (Filmszene aus "Transit").
Weltfestspiele: Die Jugend der Welt wird am Berliner Ostbahnhof empfangen (Aufnahme von 1951).
Spiele der Jugend: Die Weltfestspiele der Jugend finden seit 1947 statt, zunächst alle zwei Jahre, später dann unregelmäßig. Dieses Bild zeigt eine Szene aus dem Jahr 1951, als die Veranstaltung der Jugendverbände in Ost-Berlin ausgerichtet wurde.
Tausche Jeans gegen Blauhemd: Henriette S. als Schülerin. Ihre Eltern wanderten 1959 in die DDR aus, für Henriette ein Kulturschock. Sie sei aus dem Rock'n'Roll gekommen und musste dann in die FDJ. "Natürlich waren alle in der FDJ. Ich hatte ja keine Ahnung, was da überhaupt läuft. Ich bin natürlich auch in die FDJ gegangen. Also, 'gekommen', ja, wer hat mich denn gefragt." (Filmszene aus "Transit")
Rückkehr: Henriette S. lebte bis 1974 in der DDR, dann flüchtete sie aus dem Osten in den Westen (Filmszene aus "Transit")
Jahre des Aufruhrs: Eine Demonstration in West-Berlin etwa 1967.
Zwischen den Staaten: Der ehemalige Grenzübergang Helmstedt-Marienborn, aufgenommen 2009. Während der deutschen Teilung wurde über Helmstedt der größte Teil des Transitverkehrs hier abgewickelt (Filmszene aus "Transit").
Transitzentrum: Der Berliner Bahnhof Friedrichstraße. Er war Zentrum des Transitverkehrs zwischen Ost und West, nach dem Mauerbau stand der unterirdische Teil nur noch den Besuchern aus dem Westteil offen (Filmszene aus "Transit").