Auswanderung in die DDR - DER SPIEGEL
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Auswanderung in die DDR "Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin"

Aus freien Stücken in die Diktatur: 1968 ging Reinhard Zumpe aus dem Westen in die DDR, kehrte dann zurück und nahm sich das Leben. 40 Jahre später drehte seine Schwester Angela Zumpe einen Dokumentarfilm. Dabei traf sie auf Menschen, die auch in den Osten ausgewandert waren - nicht alle freiwillig.
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Familienidylle: Familie Zumpe sonntags beim Mittagessen in der Loggia. Links Reinhard, rechts Schwester Angela (Aufnahme von 1966).

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Familiensonntag: Pfarrer Zumpe mit Ehefrau und Tochter. "Sonntags nach der Kirche hieß es: 'Vater erwartet euch im Arbeitszimmer', wenn wir mal wieder im Gottesdienst herumgealbert hatten", sagt Angela Zumpe (Foto von 1965).

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Im Garten: Die Pfarrersfamilie Zumpe 1966. Rechts Reinhard, daneben Schwester Angela und die Mutter. Der Vater hat das Bild mit einer Super-8-Kamera aufgenommen.

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Weg von Zuhause: Reinhard Zumpe im Wintergarten des elterlichen Hauses. Wenig später zieht der Bruder von Angela aus, er hat sich mit dem Vater überworfen.

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Zuflucht für Flüchtlinge: Die heutige Aufnahmestelle für Asylbewerber des Landes Thüringen in Saasa. Früher wurden dort NVA-Soldaten untergebracht - und eine Zeit lang auch Flüchtlinge aus dem Westen (Filmszene aus "Transit").

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Ein Heim für Fremde: Ehemaliges Aufnahmeheim in Saasa. Offen bleibt, ob Reinhard Zumpe hier schon abgelehnt und wieder zurück geschickt wurde - oder bleiben durfte (Filmszene aus "Transit").

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Entflammt für die DDR: Salomea Genin (rechts) war als Siebenjährige mit ihren Eltern nach Australien geflüchtet. 1963 wurde ihrem Einreiseantrag in die DDR stattgegeben - Genin hatte seit den Weltjugendspielen 1951 für die kommunistische Idee geschwärmt.

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Ansprüche kollidieren mit der Realität: Salomea Genin wurde in ihrer neuen Heimat DDR Journalistin und IM und blieb es bis 1982. Obwohl ihre Ansprüche an die sozialistische Gesellschaft mit der gelebten Realität schon in den sechziger Jahren zusehends in Widerspruch geraten waren (Filmszene aus "Transit").

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Weltfestspiele: Die Jugend der Welt wird am Berliner Ostbahnhof empfangen (Aufnahme von 1951).

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Spiele der Jugend: Die Weltfestspiele der Jugend finden seit 1947 statt, zunächst alle zwei Jahre, später dann unregelmäßig. Dieses Bild zeigt eine Szene aus dem Jahr 1951, als die Veranstaltung der Jugendverbände in Ost-Berlin ausgerichtet wurde.

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Tausche Jeans gegen Blauhemd: Henriette S. als Schülerin. Ihre Eltern wanderten 1959 in die DDR aus, für Henriette ein Kulturschock. Sie sei aus dem Rock'n'Roll gekommen und musste dann in die FDJ. "Natürlich waren alle in der FDJ. Ich hatte ja keine Ahnung, was da überhaupt läuft. Ich bin natürlich auch in die FDJ gegangen. Also, 'gekommen', ja, wer hat mich denn gefragt." (Filmszene aus "Transit")

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Rückkehr: Henriette S. lebte bis 1974 in der DDR, dann flüchtete sie aus dem Osten in den Westen (Filmszene aus "Transit")

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Jahre des Aufruhrs: Eine Demonstration in West-Berlin etwa 1967.

Foto: angela zumpe/Thomas Giefer
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Zwischen den Staaten: Der ehemalige Grenzübergang Helmstedt-Marienborn, aufgenommen 2009. Während der deutschen Teilung wurde über Helmstedt der größte Teil des Transitverkehrs hier abgewickelt (Filmszene aus "Transit").

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
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Transitzentrum: Der Berliner Bahnhof Friedrichstraße. Er war Zentrum des Transitverkehrs zwischen Ost und West, nach dem Mauerbau stand der unterirdische Teil nur noch den Besuchern aus dem Westteil offen (Filmszene aus "Transit").

Foto: angela zumpe/Cine impuls Leipzig
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?