Auto-Flops des Jahres 2018 - DER SPIEGEL
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Frisch gekürt Die Auto-Flops des Jahres 2018

Eine Wohnmobil, das Camper verzweifeln lässt, viel zu fette und vermeintlich saubere Autos: SPIEGEL ONLINE kürt die automobilen Enttäuschungen des Jahres.
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Konkurrenz bringt meist Bewegung, mit etwas Glück sogar Verbesserung. So ist man zunächst erfreut über den Citroën Campster, einen von der Firma Pössl zum Campingmobil ausgebauten Citroen Space-Tourer. Endlich eine Alternative zum Platzhirsch VW California und den etablierten Wettbewerbern Mercedes Marco Polo sowie Ford Nugget! Doch im Campster ist vieles nicht durchdacht: Unterm Aufstelldach fehlt eine Lichtquelle. Es gibt keine Jalousien an den Scheiben. Der Teppichbodenbelag ist unpraktisch - wer nimmt schon einen Staubsauger mit zum Campen? Die Kühlbox zwischen den Vordersitzen muss ausgebaut werden, ehe sich die Sitze drehen lassen. So ist schlechte Laune im Urlaub programmiert.

Foto: Jürgen Pander
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Da schüttelten auch Autodesigner der Konkurrenz mit dem Kopf und fragen sich ernsthaft, was die bei BMW denn geraucht hätten, solch ein katastrophal proportioniertes Fünfmeter-Gefährt auf die Räder zu stellen? Sieht so wirklich die Elektromobilität im kommenden Jahrzehnt aus? Unpassend finde ich zudem das starre Lounge-Sofa im Fond. Es gibt keine umlegbaren Lehnen, die den Kofferraum erweitern. Auch die Portaltüren, das zeigt schon der i3, erweisen sich in der Praxis als wenig tauglich. Ein- und Aussteigen in engen Parklücken ist unmöglich.

Foto: Tom Grünweg
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Satte 408 PS, von 0 auf 100 km/h in 5,7 Sekunden, dazu eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Was nach Sportwagen klingt, sind in Wirklichkeit die Leistungsdaten des neuen Elektroautos Audi e-tron quattro. Angetrieben von zwei E-Motoren wiegt das monströse SUV 2,5 Tonnen und führt den Sinn von Elektroautos - nachhaltige Mobilität! - ad absurdum. Stromverbrauch: mindestens 22,5 kWh auf 100 Kilometern, doppelt so viel wie ein Kleinwagen. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun.

Foto: AUDI AG
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Mildhybride wie der Mercedes-Benz CLS 450 sind die neuen Wunderwagen der Autoindustrie. Sie ermöglichen Vierzylindern die Beschleunigung von Sechszylindern, kosten den Hersteller weniger als ein echtes Hybridsystem und sollen ganz nebenbei noch Sprit sparen. Das Prinzip: Ein Riemenstartergenerator schaltet den Motor öfter ab - etwa, wenn der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt. Beim Bremsen gewinnt er Energie zurück, mit der er den Motor dann beim Beschleunigen unterstützen kann. Das klingt toll, bringt in der Realität fast gar nichts. So sind beim CLS 450 die versprochenen 7,5 Liter auf 100 Kilometer in der Realität mindestens 10 Liter.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Er fängt zwar noch immer alle Blicke und macht mehr her als mancher Ferrari oder Lamborghini. Doch wer den BMW i8 nicht nur zum auffallen und zum angeben kauft, sondern wegen des Fahrens, für den ist der neue i8 Roadster eine herbe Enttäuschung. Denn für die Bleifußfraktion ist der Plug-in-Hybrid nicht kräftig und leidenschaftlich genug und mit 250 km/h Spitze auch zu langsam. Da sind Porsche oder McLaren stürmischer. Und für Weltverbesserer ist der i8 auch nix, weil seine elektrische Reichweite bei 53 Kilometern liegt und er im Akku-Modus nicht schneller als 130 km/h fahren kann.

Foto: BMW
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?