Auto Shanghai 2013 - DER SPIEGEL
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Auto Shanghai 2013 China hat die Absatzrakete

Anderswo müssen sich die Autohersteller mit CO2-Regularien und Absatzeinbußen herumplagen, doch in China verkaufen sie Autos wie im Rausch, Klimaschutz ist kein Top-Thema. Auf der Motorshow in Shanghai wirken die Auto-Manager deswegen, als hätten sie Ecstasy eingeworfen. Ein Messerundgang.
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Erst Seoul, jetzt Shanghai: Kurz nach seinem Debüt auf der Heimatmesse in Korea steht der KIA SUB in China zum ersten Mal vor großem Publikum. Konzipiert als kleine Spaßgranate könnte er Autos wie dem Mini oder dem Fiat 500 Abarth Paroli bieten. Denn der Dreitürer sieht nicht nur flott aus, sondern dürfte dank eines 204 PS-Turbos auch so fahren.

Foto: Tom Grünweg
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Blaues Wunder: Flach und fließend - so lockt die Studie Buick Riviera mit einem Plug-in-Hybriden, den man gar nicht mehr einstöpseln muss, geladen wird der Akku des futuristischen Flügeltürers mit Induktionstechnik. Dazu gibt es Allradlenkung, Luftfederung und nicht weniger als zehn Kameras, die den Verkehr überwachen und die Assistenzsysteme füttern.

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Juwel fürs Grobe: Während Citroën in Europa den Trend zum Geländewagen verschlafen und sich mit Mitsubishi-Übernahmen gerettet hat, zeigen die Marke in China einen sehr stimmigen Entwurf aus eigener Hand. Der Citroën Wild Rubis wird demnächst wohl tatsächlich die DS-Reihe ergänzen. Doch wird man den Wagen wohl nur in Peking und nicht in Paris sehen - ein Export nach Europa ist fürs erste nicht geplant.

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Das würde manch einem deutschen Abteilungsleiter wohl auch gefallen: Für die verwöhnten Kunden in China hat Mercedes auf der Messe eine E-Klasse-Langversion enthüllt. Die um 14 Zentimeter gestreckte Variante wird bei Peking gebaut und nur in China verkauft. Wenn nächstes Jahr die neue C-Klasse kommt, fährt die für den Fernen Osten ebenfalls über die Streckbank.

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Comeback einer Karteileiche: Da haben die Amerikaner aber tief in den Archiven gewühlt. Die Studie ihrer neuen Limousine, die in ein, zwei Jahren gegen die Stufenheck-Modelle von VW, Toyota und den Koreanern antreten könnte, trägt den Namen Ford Escort und erinnert damit an den Ende der Neunziger eingestellten Vorgänger des Focus. Damit es in Europa nicht zu Verwirrung kommt, macht Ford aber gleich klar: Selbst wenn die rund 4,50 Meter lange Studie in Serie geht, bleibt sie in China. Und der Name Escort bleibt im Archiv.

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Quattroporte für Einsteiger: Auf 50.000 Zulassungen will Maserati seine Produktion in den nächsten drei Jahren steigern. Weil das mit Quattroporte, GranCoupé und GranCabrio alleine nichts wird, gibt es jetzt ein neues Einstiegsmodell. Der Maserati Ghibli erinnert allerdings nur noch dem Namen nach an das V8-Coupé von einst. Sein Nachfahre hat zwei Türen mehr und zwei Zylinder weniger. Denn er startet als Limousine ausschließlich mit V6-Motoren. Es gibt aber nicht nur einen Benziner mit drei Litern Hubraum und wahlweise 330 oder 410 PS, zum ersten Mal in der Geschichte bietet Maserati auch einen Diesel an. Der hat ebenfalls drei Liter Hubraum und sechs Zylinder und kommt auf 275 PS. Preise gibt es noch nicht, doch dürfte der Wagen deutlich unter 80.000 Euro kosten.

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Familien in Fahrt: Während Großraumlimousinen in Europa auf dem Rückzug sind, lassen sich Chinesen gerne in Rollcontainern chauffieren. Dass die nicht immer kantig sein müssen, zeigt der Honda Concept M. Und er soll kein Einzelstück bleiben. "Nächstes Jahr geht der Wagen hier in China in Serie", heißt es bei den Japanern.

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Schicke Stufe: Bei uns setzen sie auf Fließheck oder Kombi, aber für China muss es auch bei den Koreanern ein Stufenheck sein. Deshalb dreht sich im Rampenlicht von Shanghai der neue Hyundai Mistra. Mit 4,70 Meter ist er ähnlich groß wie der europäische i40 - stammt aber aus dem Joint-Venture mit einem lokalen Partner.

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China-Kracher: Auch Kia hat seinen lokalen Joint-Venture-Partner - und bald eine eigene Marke. Denn gemeinsam mit Dongfeng haben die Koreaner in Shanghai die Tochter Horki aus der Taufe gehoben und als erstes Modell die Stufenhecklimousine mit dem phantasievollen Namen Horki-1 enthüllt. Start der Produktion: 2015.

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A-Klasse auf Abwegen: Jetzt haben endlich auch die Schwaben eine Antwort auf BMW X1 und Audi Q3. Nur noch ein paar Monate, dann geht der Mercedes GLA in Serie. Er basiert auf der A-Klasse, übernimmt den Allradantrieb des AMG-Modells und dürfte in der Basisversion um die 28.000 Euro kosten.

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Da sind wir wieder: Von wegen, Opel darf nicht ins Ausland expandieren. Um die Welt vom Gegenteil zu überzeugen, hat General Motors seiner deutschen Tochter zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder einen Auftritt in China erlaubt. Star auf dem Stand: Der Opel Astra GTC.

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Flaggschiff in der Ferne: Zur Hälfte der Laufzeit wird jetzt der Skoda Superb überarbeitet. In Shanghai zeigt die tschechische VW-Tochter ihr Top-Modell zum ersten Mal mit frisch geschminkter Front, aufgewertetem Interieur und optimierten Motoren.

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Ziemlich abgehoben: In Los Angeles war es nur eine Studie, doch jetzt macht Daimler Ernst und baut den Smart For Jeremy in einer Kleinserie von 100 Exemplaren. Für stolze Preise ab 33.333 Euro gibt es den Zweisitzer dann mit einem deutlich veredelten Interieur und den charakteristischen Flügeln, die der US-Designer und Modemacher Jeremy Scott auch schon an Turnschuhe gepappt oder auf T-Shirts gedruckt hat.

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Stufenschnitt in Shanghai: In New York durften sie nur ausgewählte Gäste sehen, in China feiert die Audi A3 Limousine Publikumspremiere. Schließlich soll sie im fernen Osten auf den größten Verkaufsanteil kommen. Aber es wird den Wagen natürlich auch bei uns geben; nach den Sommerferien für etwa 25.000 Euro.

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Bulliger als BMW: Wer von Suzuki nur Klein- und Geländewagen erwartet, den überraschen die Japaner in China mit der Studie "Athentic Sedan". Die Limousine hat etwa das Format des BMW-Dreier, sieht aber viel bulliger aus. Dumm nur, dass man sie fürs Erste nicht kaufen kann.

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Van schon, denn schon: Wer sagt denn, dass Vans immer brav und bieder sein müssen. Der Toyota FT-HT jedenfalls hat nicht nur ein betont sportliches Design, sondern auch einen sehr luxuriösen Innenraum, jede Menge Platz für bis zu sechs Personen - und ein sehr bequemes Türkonzept. Und als wäre das nicht schon genug, fährt die Studie auch noch mit Hybridantrieb

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Schräger Typ: Nachdem der X6 alle Verkaufserwartungen übertroffen hat, soll der BMW X4 den Erfolg eine Klasse darunter wiederholen. Offiziell noch eine Studie, soll das Geländecoupé im Frühjahr in den Handel kommen und etwa 3000 bis 4000 Euro mehr kosten als der vergleichbare X3.

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Trendy Tiguan: Ein SUV für jede Klasse - das ist die Nachricht, mit der VW gerade über die Messen tingelt. Diese Studie heißt CrossBlue Coupé und zeigt, wie elegant man eine XL-Version des Tiguan verpacken könnte, wenn man ihn etwas sportlicher zeichnet und die Heckscheibe ein wenig nach vorne neigt. Unter der Haube steckt ein Plug-in-Hybrid mit V6-Benziner und zwei Elektromotoren. Zusammen kommen die drei Triebwerke auf 415 PS, verbrauchen, zumindest in der Theorie, nur drei Liter. Denn die ersten 33 Kilometer fährt der SUV mit Strom.

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Hereinspaziert: Als betont futuristische Mischung aus Coupé und Van dreht sich der Nissan Friend-ME auf der Showbühne. Der Sportler für vier hat Schalensitze, ein aufwendiges Infotainment-System und einen vergleichsweise konventionellen Motor. Denn angetrieben wird die Studie für die Kinder der Achtziger von einem ganz normalen Zweiliter-Benziner.

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Länge läuft: Viele Chinesen fahren nicht selbst, sondern lassen fahren. Deshalb geht der Porsche Panamera jetzt in die Länge. Die "Executive"-Version bietet 15 Zentimeter mehr Radstand und entsprechend mehr Beinfreiheit im Fond. Außerdem neu im Panamera: Als erster deutscher Hersteller bringt Porsche einen Plug-in-Hybrid. Weil man den Akku dann auch an der Steckdose laden und bis zu 36 Kilometer elektrisch fahren kann, sinkt der Verbrauch, zumindest rein rechnerisch, auf 3,1 Liter.

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