Automarkt: Klein, fein, teuer - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Automarkt Klein, fein, teuer

Kleinwagen markierten über Jahrzehnte das automobile Minimum. Manche Hersteller boten sie gar nicht erst an, weil mit den Rudimentär-Autos kaum Geld zu verdienen war. Das gilt längst nicht mehr. Auch mit Kleinwagen lässt sich Kasse machen.
1 / 7

Mini: Der Erfolg des Mini hat die Branche verändert, denn seit der Dreitürer zum Kultmobil aufgestiegen ist, wissen die Vertriebsexperten, dass sich mit aggressivem Marketing und einer cleveren Positionierung auch kleine Autos für vergleichsweise große Summen verkaufen lassen.

2 / 7

VW Polo: Wer den kleinen VW kauft, kann sich zwischen einer Fülle von Optionen entscheiden. Ob Zigarettenanzünder (20 Euro Aufpreis), Klimaanlage (940 Euro Aufpreis) oder die Leichtmetallräder "Boavista" (1510 Euro Aufpreis) - mit jedem Detail wird der Wagen teurer und für VW lukrativer. Zum Grundpreis von 12.450 Euro jedenfalls wird wohl kaum ein Polo tatsächlich verkauft.

3 / 7

Fiat 500: Das billigste Modell des Fiat 500 kostet derzeit 11.400 Euro. Doch schon wer ESP ordert (350 Euro), eine Metalliclackierung (450 Euro) oder gar eine Lederausstattung (1200 Euro) treibt den Preis schnell in die Höhe. Das gilt inzwischen als normal, denn Autos müssen unbedingt "personalisiert" werden, damit der Stil des Käufers zum Ausdruck kommt.

Foto: Jürgen Pander
4 / 7

Toyota Yaris: Auch Toyota, früher mal bekannt für automobile All-inklusive-Angebote, bietet inzwischen lange Listen mit Extras an. Etwa für den neuen Kleinwagen Yaris, bei dem unter anderem LED-Tagfahrlicht (279 Euro), eine Einparkhilfe hinten (350 Euro) oder schicke Räder (ab 155 Euro) extra kosten.

5 / 7

Renault Clio: Französische Hersteller wie Renault dominierten über Jahrzehnte den Kleinwagenmarkt, doch inzwischen laufen ihnen andere Hersteller den Rang ab, denn eine präzise Positionierung der kleinen Modelle hat beispielsweise Renault bislang verpasst...

6 / 7

...Citroën hingegen rief die aufgepeppte Modellfamilie DS ins Leben und bietet auch den Kleinwagen C3 als DS3 und sogar als extra-potenten DS3 Racing an. Der Wagen mit 207 PS Leistung kostet 29.900 Euro - viel Geld für ein Auto dieses Formats.

Foto: Tom Grünweg
7 / 7

Dacia Sandero: Auch im Kleinwagensegment gibt es inzwischen eine weite Spreizung des Angebots. Neben den teuren Modellen, die luxuriös ausgestattet werden können, gibt es auch eine Billigliga, zu der etwa der Dacia Sandero gehört, der in der Grundausstattung für 6990 Euro angeboten wird.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?