Automobil-Historie Vier gewinnt
Oben ohne: Plakatentwurf für ein Wanderer-Cabrio von 1935.
DKW F 1 Cabriolet: Mit dem F1 entwickelte DKW den ersten, in Großserie gefertigten Fronttriebler der Welt. Ab 1928 wurden die Fahrzeuge allerdings vor allem im Audi-Werk in Zwickau gefertigt - Audi hatte kurz zuvor mit DKW fusioniert.
Audi Werbung vor der Fusion: 1912 war die Welt für August Horch noch in Ordnung. Zwar war er kurz zuvor von den Vorständen der Horch-Werke aus seiner eigenen Firma geworfen worden, doch die von ihm flugs neu ins Leben gerufene Marke Audi florierte. Mitte der zwanziger Jahre änderte sich das dramatisch. Horch hatte versäumt, den Maschinenpark seiner Audi-Werke zu modernisieren und produzierte nun viel zu aufwändig und zu teuer - einzige Rettung vor der Pleite Ende der zwanziger Jahre war die Fusion mit DKW.
Wanderer 6-Zylinder: Anzeige der Auto Union aus der Zeitschrift "Die neue Linie" von 1934.
Wanderer-Werbung: Wanderer besetzte im Auto-Union-Konzern das Mittelklassesegment, was sich auch gut an der Motorisierung ablesen ließ - Sechs Zylinder lagen genau zwischen den großen Achtzylindermotoren der Audi und Horch und den kleineren Motoren der DKW.
Viertürige Auto-Union-Limousine: In den Anfangstagen der Auto Union behielten alle vier unter dem Konzerndach geführten Marken ihre Namen. Erst später wurden nur noch unter Auto Union geführt.
Absolute Mittelklasse: Eine Wanderer-Limousine vor einer Gaststätte im Ruhrgebiet in den vierziger Jahren. Wanderer bediente im Auto-Union-Konzern mit seinen Fahrzeugen die Kunden der Mittelklasse.
Audi Typ UW 225 Cabriolet: Nach der Fusion von Audi mit den Marken DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union wurde die Produktpalette des Konzerns klar aufgegliedert. Audi bediente das gehobene Mittelklassesegment und die untere Luxusklasse, wie etwa mit diesem wunderschönen Cabrio von 1938.
Crash-Test: Bereits im Jahre 1938 unternahm die Auto Union Crash-Tests an ihren Fahrzeugen, wie hier an einem DKW F 7. Für den Seitenaufpralltest wurde ein Baumstamm vor einen Schlitten montiert, der mithilfe eines Gummiseils beschleunigt und gegen die Fahrzeugseite geschleudert wurde.
Vier Ringe, vier Marken: Fahrzeuge der Marken Horch, Audi, DKW und Wanderer im neuen August Horch Museum in Zwickau, Sachsen. Auf rund 2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche in den ehemaligen Produktionsgebäuden der 1910 gegründeten Firma Audi wird die mehr als 100-jährige Geschichte des Automobilbaus in Sachsen dokumentiert.
Auto-Union-Rennwagen: Bereits kurz nach der Gründung der Auto Union war Ferdinand Porsche mit der Entwicklung eines Rennwagens beauftragt worden. Sein Konzept für die Silberpfeile der Auto Union war revolutionär: Während alle anderen Rennwagen der Zeit den Motor vor dem Fahrer positioniert hatten, setzte Porsche das Triebwerk hinter den Fahrer - bis heute werden Formel-Rennwagen nach genau diesem Prinzip gebaut.
Ziel im Blick: Während in den ersten Jahren der Auto Union die Einzelmarken Audi, DKW, Horch und Wanderer fortgeführt wurden, sollte ab Mitte der dreißiger Jahre die Auto Union als Marke ins Bewusstsein der Käufer gerückt werden. Zu diesem Zweck engagierte sich die Auto Union verstärkt im Rennsport - und wurde mit ihren Silberpfeil-Rennwagen und deren Rekordfahrzeug-Ablegern zur Legende.
Silberpfeil: Bernd Rosemeyer war einer der erfolgreichsten Rennfahrer seiner Zeit und wurde in den Wagen der Auto Union zum Superstar. Dieses Bild zeigt ihn bei einem Trainingslauf zum 11. Internationalen Avus-Rennen 1937, bei dem er mit seinem Stromlinienwagen der Auto Union antrat.
Startklar: Raserei unter der Flagge der Nazis - Autofan Hitler förderte jegliche Form von Motorsport. Auch die Rennwagen Auto Union trugen so schon bald nach der Machtübernahme das Hakenkreuz.
Dreirad für die Massen: DKW produzierte nicht nur Autos, sondern war genaugenommen eine von zwei Sparten der Zschopauer Motorenwerke. Die stellten auch Motorräder her, und das äußerst erfolgreich: Ende der zwanziger Jahre waren die Zschopauer Motorenwerke der größte Hersteller von Zweitaktmotorrädern der Welt. Ihre Überlegenheit demonstrierten sie immer wieder auch auf der Rennstrecke - wie hier bei einem Seitenwagenrennen im Jahr 1936.
Frühe "Tourentips für Kraftfahrer": Diese Tipps waren durch die aufkommende Fahrfreude der Autobesitzer sehr begehrte Informationen.