Automobilgeschichte Das 3000-PS-Projekt
Luftikus: Die voll verkleidete Karosserie trug maßgeblich zur guten Aerodynamik des T 80 bei. Die beiden Flügel rechts und links sorgten für den nötigen Anpressdruck auf die Straße.
Rahmenwerk: Die beiden Längsträger des T 80 erinnern an Bahnschienen. Dazwischen fein säuberlich aufgehängt: Der DB-603, ein von einem Kompressoer zwangsbeatmeter V-12-Motor mit 44 Liter Hubraum und - richtigen Sprit vorausgesetzt - 3000 PS.
Technologieträger: In manchen technischen Details war der T 80 seiner Zeit weit voraus. So verfügte die von Ferdinand Porsche erdachte Konstruktion über eine Antischlupfregelung, die ein Durchdrehen der Räder durch automatische Drosselung der Motorleistung verhindern sollte.
Leichtgewicht: Auf dem Chassis ruhte ein Gitterrohrrahmen aus Stahlrohr, über den eine Karosserie aus Duralblech gezogen war. Porsche hatte den T 80 konsequent auf Leichtigkeit getrimmt - teilweise war das Karosserieblech gerade Mal 0,3 Millimeter dick. Zum Vergleich: die Fahrzeuge der britischen Weltrekordanwärter waren doppelt so schwer wie der T 80.
Gute Balance: Durch eine geschickte Anordnung von Motor, Rutschkupplung (der T 80 hatte kein Getriebe), Fahrer etc. erreichte Ferdinand Porsche eine fast perfekte Gewichtsverteilung.
Auf der Zielgeraden: Anfang 1939 war der T 80 fast fertig gestellt. Es fehlte nur noch eine geeignete Strecke, um den Rekordwagen zu testen. Dann brach der Krieg aus - und das Projekt T 80 war gestorben.
Pole Position: Der Fahrer saß im Bug des Wagens.
Sechsfach-Anker: Der T 80 verfügte über vier angetriebene Räder. Gigantische Trommelbremsen sorgten für eine angemessene Verzögerung.
Windschnittig: Auch der Fahrer wurde aerodynamisch günstig verpackt - unter einer Glaskuppel.
Wilhelm Kissel: Der Direktor der Daimler-Benz A.G. bei seinem 25-jährigem Dienstjubiläum. Nach finanziellen Schwierigkeiten durch Börsenspekulationen der Firma Benz & Cie., in dessen Vorstand er saß, bemühte er sich um eine Zusammenarbeit mit der Daimler-Motoren-Gesellschaft in Stuttgart und erreichte schließlich 1926 die Fusion der beiden Firmen zur Daimler-Benz A.G.
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Rudolf Caracciola: Der deutsche Berufsrennfahrer für Daimler-Benz bekommt vor einem Rennen 1934 noch letzte Anweisungen. Caracciola war neben Bernd Rosemeyer der härteste Konkurrent von Hans Stuck - und spekulierte ebenfalls auf den Platz im Cockpit der T 80.
Das Railton Car: Der britische Rennfahrer John Cobb bewundert den von Reid Railton für ihn gebauten Rennwagen im April 1938. Mit dem 7000 Pfund schweren Wagen mit gleich zwei Motoren mit jeweils 1250 Pferdestärken plante Cobb im August des gleichen Jahres in der Salzwüste von Utah alle Geschwindigkeitsrekorde zu brechen.
Ein neuer Anlauf: Ein einmal von ihm aufgestellter Geschwindigkeitsrekord war für den Rennfahrer John Cobb immer nur eine Herausforderung ihn wieder zu brechen. 1947 plante er wieder neue Höchstgeschwindigkeiten zu erreichen, diesmal in dem Railton Mobil Special, in den er nur einsteigen konnte, wenn die Karosserie des Wagens von mehreren Männern auf das Fahrgestell und den Fahrer herabgesenkt wurde.
Der letzte Rekord: John Cobbs spektakulärster Rekordversuch sollte auch gleichzeitig sein letzter sein. Im September 1952 wollte er mit seinem von Reid Railton und Peter Du Cane entworfenen Crusader einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen - diesmal allerdings nicht auf dem Land, sondern zu Wasser. Dafür hatte Cobb den zwar schmalen aber gleichzeitig sehr langen See Loch Ness ausgewählt. Bei einem Tempo von 320 Stundenkilometern verunglückte Cobb mit seinem Gefährt tödlich.
Gemeinsamer Rundgang: Adolf Hitler ließ sich anlässlich der Eröffnung der Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung am Berliner Kaiserdamm am 15. Februar 1936 einen Rundgang durch die Ausstellung nicht nehmen. Begleitet wurde er vom Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG, Wilhelm Kissel (l.) und dem NSDAP-Politiker Konstantin von Neurath (r.).
Sieg auf dem Nürburgring: Der deutsche Rennfahrer Bernd Rosemeyer ließ sich nach seinem Sieg über Rudolf Caracciola am 13. Juni 1937 auf dem Nürburgring von seinen Anhängern feiern.
Das Team von Auto-Union: Hans Stuck, Prinz von Leiningen und August Momberger beim Training einen Tag vor dem internationalen Avus-Rennen in Berlin am 27. Mai 1934.
Hans Stuck: Der Rennfahrer auf seinem Mercedes-Benz bei einem Avus-Rennen 1932 in Berlin - er beendete das Rennen als Vierter.